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Meldungen | 07.07.2025

37. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen

Schwerpunkt Prävention und Förderung der Gesundheitskompetenz
Am 18. Juni 2025 fand in Berlin die 37. Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen statt.

Foto: v.l. Christian Petzold (Dipl.-Pflegew. Christian Petzold, BÄK), Prof. Dr. Hanna Schwendemann ( Internationale Hochschule Erfurt) und Dr. Ellen Lundershausen (BÄK-Vizepräsidentin).

 

Die Bundesärztekammer hat Vertreter*innen von Verbänden und Organisationen aus dem Gesundheitswesen eingeladen, die bei der Tagung über die besondere Rolle der Gesundheitsberufe bei der Prävention und der Gesundheitsförderung der Bevölkerung berieten.

„Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor enormen Herausforderungen, die tiefgreifende Reformen in allen Leistungsbereichen erfordern“, erklärte Dr. Ellen Lundershausen (in Bild rechts), Vizepräsidentin der Bundesärztekammer und Vorsitzende der Fachberufekonferenz. Besonders die Krankheitsprävention und die Förderung der Gesundheitskompetenz müssen in der Bevölkerung deutlich stärker als bisher in den Fokus rücken, so Lundershausen.

Verantwortung der Gesundheitsberufe

Wie wichtig es ist, gerade die Gesundheitskompetenz zu fördern, wurde im Gastbeitrag von Prof. Dr. Hanna Schwendemann (im Bild Mitte) von der Internationalen Hochschule Erfurt deutlich: „Die Gesundheitskompetenz ist eine Schlüsselkompetenz für informierte Entscheidungen und aktive Teilhabe am Versorgungsgeschehen.“ Sie betonte, dass Gesundheitsberufe eine besondere Verantwortung dabei tragen, Patient*innen professionell und kompetent zu begleiten. Deshalb sei die Integration dieser Kompetenzen in die Aus- und Weiterbildung essenziell.

Für den dbl war die Präsidentin Dagmar Karrasch bereits in der Vorbereitung und vor Ort aktiv an der Konferenz beteiligt. So hat auf unsere Einladung hin, Prof. Dr. Hanna Schwendemann (im Erstberuf Ergotherapeutin) den Vortrag mit unserer logopädischen Kollegin Prof. Dr. Stephanie Rupp erarbeitet und vor Ort gehalten.

Präventive Maßnahmen in täglicher Praxis

Dagmar Karrasch erlebte die Konferenz als einen weiteren von vielen notwendigen Schritten auf dem Weg, um Prävention und Gesundheitskompetenz in der Gesellschaft zu verankern und vor allem auch politisch umzusetzen: „Dass sprachliche Fähigkeiten grundlegend für die Gesundheitskompetenz sind, erschließt sich von selbst und wird in der englischen Bezeichnung ,Health Literacy‘ besonders deutlich. Und auch präventiv ist Logopädie wichtig: Immer wieder erleben wir, wie essenziell eine frühzeitige Diagnostik für die Therapie ist. Die Einbeziehung logopädischer Expertise bei der Konzeption und Durchführung präventiver Angebote, wie z.B. Sprachstandserhebungen könnten entscheidend dabei helfen, Therapien frühzeitig anzusetzen und vermeidbare negative Folgen abzuwenden.“

Die Tagung zeigte, wie wichtig die Integration präventiver Maßnahmen in die tägliche Praxis der Gesundheitsberufe ist, um die bestmögliche Versorgung anbieten zu können. Aber auch die Gesundheitskompetenz muss gefördert werden, vor allem wird dies deutlich, wenn man aktuelle Studien hierzu heranzieht: Mehr als drei Viertel Erwachsener verstehen Gesundheitsinformationen nicht – dbl – Deutscher Bundesverband für Logopädie e.V.

Weitere Informationen zur Tagung finden Sie hier in der Pressemitteilung der Bundesärztekammer

 

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