Meldungen | 04.09.2025

Weltkongress der EACD und IAACD: Interdisziplinarität und Netzwerken im Fokus 2025

In einer Zeit, in der der Erfolg in der Forschung und Behandlung von Entwicklungsstörungen immer mehr von interdisziplinärer Zusammenarbeit abhängt, wird das Netzwerk der Fachleute aus aller Welt unverzichtbar. So stand der diesjährige Kongress der European Academy of Childhood-onset Disability (EACD) und der International Alliance of Academies of Childhood Disability (IAACD) unter dem Motto „Developing Networks – Networks for Development“.

Etwa 2.000 Expert*innen aus aller Welt versammelten sich dabei vom 24. bis 28. Juni 2025 in Heidelberg und digital zu der hybriden Veranstaltung, um zur bestmöglichen Versorgung von Kindern mit angeborenen oder frühkindlich erworbenen Entwicklungsstörungen in den Austausch zu treten. Die Teilnehmenden erwartete ein vielfältiges Programm mit aktuellen Forschungsergebnissen aus der Grundlagen- und klinischen Forschung – von der Früherkennung und Prognose über Frühinterventionen bis hin zu innovativen Therapieansätzen, die auch künstliche Intelligenz und moderne Reha-Technologien einbeziehen.

Workshop mit dbl-Mitglied Nikola Determann

Eine der Expert*innen war auch dbl-Mitglied Nikola Determann. Die Logopädin im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) Ravensburg engagiert sich seit einigen Jahren aktiv als Beisitzerin im Vorstand der Vereinigung interdisziplinäre Frühförderung (VIFF) Baden-Württemberg. Gemeinsam mit drei weiteren Vorstandsmitgliedern der VIFF – Ulrike Bockmaier, Leiterin der interdisziplinären Frühförderstelle Sigmaringen, Sabine Jurgan, Psychologin am SPZ Kinderzentrum Maulbronn, und Dr. Ramona Thümmler, Vertretungsprofessorin der Erziehungswissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin – gab sie einen Workshop zur gelingenden Kooperation und Interdisziplinarität.

Foto: v.l.: Ulrike Bockmaier, Nikola Determann, Sabine Jurgan / © privat

 

Anhand eines Fallbeispiels zu den verschiedenen Stufen von Kooperation und interdisziplinärer Zusammenarbeit stellten die Expert*innen eine „Checkliste zur gelingenden Kooperation“ vor. Im Nachgang gab es zahlreiche positive Rückmeldungen. Gefreut haben sich die Referent*innen dabei auch über das Interesse norwegischer Besucher*innen, die die Checkliste ins Norwegische übersetzen lassen möchten. „Eine tolle Erfahrung war es, auf einem internationalen Kongress einen Workshop zum wichtigen Thema Interdisziplinarität/Kooperation der Fachkräfte halten zu können“, so Determann. Workshops wie dieser sowie fachliche Vorträge und vor allem die Gespräche zwischen dem wissenschaftlichen Input sorgten für eine rundum gelungene Veranstaltung.

Auch im nächsten Jahr haben Interessent*innen die Möglichkeit, ihren fachlichen Horizont zu erweitern, zu netzwerken und neue Erfahrungen zu sammeln. Der EACD- Kongress 2026 findet vom 3. bis 6. Juni an der University of Galway in Irland statt. Das zentrale Motto: „Mol an Óige agus Tiocfaidh Siad“, also „Ermutige die Jugend, und sie wird gedeihen“. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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