Meldungen | 21.09.2025

Welt-Alzheimer-Tag 2025: Wie Logopädie Demenzbetroffenen hilft

Am 21. September 2025 wird der Welt-Alzheimer-Tag gefeiert. Er wurde 1994 von Alzheimer's Disease International gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen und dient seither dazu, die Öffentlichkeit aufzuklären und auf die Situation der Betroffenen und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen.

Mit dem diesjährigen Motto „Demenz – Mensch sein und bleiben“ soll vor allem eines deutlich werden: Menschen mit Demenz dürfen nicht auf ihre Erkrankung reduziert werden. Statt Rückzug braucht es ein verständnisvolles Umfeld, das die verbliebenen Fähigkeiten erkennt und fördert. So kann trotz Diagnose Demenz ein wertschätzendes, würdevolles Miteinander gelingen.

Auch wir möchten den Aktionstag nutzen und über geeignete Therapiemöglichkeiten in der Logopädie aufklären, die eine wichtige Stütze für Betroffene sein können.

Warum ist das Thema wichtig?

Die Zahl der Demenzerkrankten wird aufgrund der immer älter werdenden Bevölkerung voraussichtlich von 55 Millionen im Jahr 2019 auf 139 Millionen im Jahr 2050 steigen, so Prognosen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Was viele immer noch nicht wissen: Gerade die Logopädie kann durch verschiedene Therapieansätze in den Bereichen Kommunikation und Schlucken Menschen mit Demenz zu einem besseren Alltag verhelfen.

Worum geht es in der logopädischen Alzheimertherapie?

Menschen mit Demenz haben im Verlauf der Zeit zunehmende Kommunikationsschwierigkeiten. Die Worte werden vergessen, der „rote Gesprächsfaden“ geht verloren, Themen werden schnell gewechselt, Verständnisprobleme treten auf und vieles mehr. Hier setzen Logopäd*innen an und helfen ihnen mittels der logopädischen Sprachtherapie dabei, möglichst lange die kommunikative Selbstständigkeit und soziale Teilhabe zu erhalten.

Darüber hinaus ist die logopädische Schlucktherapie von großer Hilfe für viele Patientinnen und Patienten, denn: Betroffene haben häufig Kau- und Schluckprobleme, verschlucken sich daher oft und haben Schwierigkeiten dabei, Mahlzeiten genussvoll und unbeschwert zu sich zu nehmen. Eine logopädische Therapie kann Mangel- oder Fehlernährung vorbeugen und schwerwiegende Folgeerkrankungen vermeiden. Wichtige Komponenten der Therapie können beispielsweise das gemeinsame Essen und Trinken sowie die Gestaltung von Mahlzeiten mit geeigneten Koststufen sein.

Weitere Informationen und Therapeut*innensuche

Zum Überblick über die wichtigsten Informationen zum Thema sowie Alltagstipps hat der dbl das Info-Faltblatt „Logopädie und Demenz“ vorbereitet. Es kann auf der Website des dbl bestellt werden: www.dbl-ev.de/shop.

Der dbl bietet darüber hinaus auf seiner Verbandswebsite den Such-Service „Logopädensuche“ an, mit der Betroffene oder deren Angehörige qualifizierte Logopäd*innen in ihrer Umgebung finden können: https://www.dbl-ev.de/service/logopaedensuche.

 

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