#Berufspolitik#Berufsgesetz#Hochschulische Ausbildung

News-Alarm

Sie erhalten eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald neue Beiträge zu den ausgewählten Themen/Hashtags erscheinen.

Meldungen | 12.03.2026

Podiumsdiskussion „Blickpunkt Heilmittel“ – ein voller Erfolg

Mit großer Resonanz fand am 7. März 2026 an der Hochschule Bochum die Podiumsdiskussion „Blickpunkt Heilmittel“ statt. Sie setzte ein deutliches Signal für die Weiterentwicklung der Therapieberufe in Nordrhein-Westfalen (NRW). Eingeladen hatten die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des DVE, Physio Deutschland und der dbl.

Zahlreiche Vertreter*innen der Heilmittelberufe und politische Entscheidungsträger*innen aus NRW und aus dem Gesundheitsausschusses auf Bundesebene folgten der Einladung und kamen zu einem offenen und konstruktiven Austausch zusammen. Auf dem Podium diskutierten Mehrdad Mostofizadeh (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Britta Oellers (MdL, CDU), Serdar Yüksel (MdB, SPD), Marc Akel (Physio Deutschland), Laura Meyer (DVE) und dbl-Vizepräsidentin Heidemarie Büchner.

Diskussion auf Augenhöhe

Nach einer Begrüßung eröffneten die drei Heilmittelverbände mit einem Impulsvortrag gemeinsam den inhaltlichen Teil der Veranstaltung. Der Vortrag skizzierte klar die zentralen Zukunftsfragen der Therapieberufe – von Fachkräftesicherung und modernen Ausbildungsstrukturen über die anstehende Novellierung der Berufsgesetze bis hin zu Bürokratieabbau und Direktzugang und setzte den inhaltlichen Rahmen für die anschließende Diskussion. Moderiert wurde die lebhafte und sachorientierte Diskussion von Melanie Wielens.

Die Diskussion war geprägt von gegenseitigem Respekt, fachlicher Tiefe und spürbarem Reformwillen auf Landesebene. Sowohl Politik als auch Verbände betonten übereinstimmend, dass strukturelle Weiterentwicklungen notwendig seien, um die therapeutische Versorgung langfristig zu sichern. Auch Primärversorgung mit einem klaren Fokus auf den Heilmittelerbringer*innen (Direktzugang) spielte hierbei eine Rolle und wurde auch von der Bundesebene als klares Zukunftsmodell benannt.

dbl: Primärqualifizierende akademische Ausbildung ist notwendig und machbar

Heidemarie Büchner brachte dabei wichtige Impulse aus Sicht der Logopädie ein. Sie plädierte eindrucksvoll für eine primärqualifizierende akademische Ausbildung und widerlegte gängige Bedenken zur Kostenfrage. Eine effiziente Nutzung bestehender Mittel könne eine Akademisierung ermöglichen, ohne zusätzliche finanzielle Belastungen zu verursachen. Zudem zeigte sie, dass die Logopädie mit einer hohen Abiturientenquote, fast 50  Prozent akademisiertem Berufsstand und einer wachsenden Hochschulinfrastruktur bestens für diesen Schritt gerüstet ist.

Am Ende herrschte Einigkeit: Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und ein wichtiger Auftakt für weiteren Dialog. Landespolitiker*innen kündigten an, die Gespräche zur Vertiefung der Themen fortzuführen und die Modernisierung der Berufsgesetze in dieser Legislaturperiode aktiv voranzubringen. Verbände und Politik wollen den begonnenen Austausch kontinuierlich fortsetzen – zum Wohl der therapeutischen Versorgung in NRW.

#Berufspolitik#Berufsgesetz#Hochschulische Ausbildung

News-Alarm

Sie erhalten eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald neue Beiträge zu den ausgewählten Themen/Hashtags erscheinen.

Mehr aus der Rubrik Meldungen >
dbl-Fortbildungen: Aktuelle Angebote für Kurzentschlossene ›
Studienteilnehmer*innen gesucht: Ambulante Versorgung von Post-COVID-Patient*innen ›
TI-Pauschalen – erfolgreiche Intervention der Heilmittelverbände ›
Ausschreibung: Zi-Wissenschaftspreis „Regionalisierte Versorgungsforschung“ ›
Bewertung der Wirksamkeit von Leistungen zur Teilhabe im SGB IX ›