#Redeflussstörungen (Stottern/Poltern)

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Logopädie | 21.10.2026

Zum Welttag des Stotterns am 22. Oktober 2026: Sieben Medientipps für Betroffene und Fachpersonen

Allein in Deutschland gibt es etwa 830.000 Menschen, die stottern. Viele von ihnen haben mit Hürden im Alltag zu kämpfen, denn es kursieren immer noch viele Vorurteile und Fehleinschätzungen rund um die Redeflussstörung. Um mit ihnen aufzuräumen und die breite Öffentlichkeit aufzuklären, wird jedes Jahr am 22. Oktober der Welttag des Stotterns gefeiert.

In diesem Jahr steht das Motto „Du bist nicht allein“ im Fokus der Informationskampagnen. Damit soll besonders darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig Austausch, gegenseitige Unterstützung, echte Inklusion und ein offener Umgang mit Stottern sind. Wie facettenreich Stottern sein kann und was alles hinter der Redeflussstörung steckt, sehen Sie in diesen medialen Angeboten, die wir für Sie anlässlich des Aktionstags zusammengestellt haben.

Social-Media-Kampagne der BVSS zum Welttag des Stotterns

Mit ihrer Social-Media-Kampagne unter dem Motto „Du bist nicht allein!“ möchte die Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe e.V. (BVSS) jungen Menschen zeigen, dass es andere gibt, die sie verstehen und mit denen sie sich austauschen können.

Dafür veröffentlicht die BVSS ein Reel auf ihrem Instagram-Kanal. Ergänzende Stories stellen Angebote vor, die stotternden Jugendlichen Begegnung und Austausch ermöglichen: darunter Workshops, ehrenamtliche Schulbesuche, Peerberatung und mehr.

Hier geht’s zum Instagram-Kanal der BVSS.

„Kopfhörer“ – Der FHMS-Podcast: „Stottern ist mehr als stockende Worte“

Die Podcastfolge mit Prof. Dr. Anke Kohmäscher bietet einen informativen und fachlich fundierten Einblick in das Thema Stottern. Neben möglichen Ursachen und Therapieansätzen werden auch gesellschaftliche Hürden und die alltäglichen Herausforderungen Betroffener thematisiert. Besonders positiv ist, dass Stottern nicht auf eine reine Sprechstörung reduziert wird, sondern auch die psychischen und sozialen Aspekte berücksichtigt werden.

Zur Podcastfolge gelangen Sie hier.

Podcast „Pulse“: „Stottern verstehen und richtig damit umgehen – mit Patricia Sandrieser“

Die Folge widmet sich einem respektvollen und verständnisvollen Umgang mit stotternden Menschen. Bereits der Titel verdeutlicht, dass neben dem Verständnis für die Redeflussstörung auch das Verhalten von Gesprächspartner*innen eine wichtige Rolle spielt. Das Format eignet sich insbesondere für Menschen, die im privaten, schulischen oder beruflichen Alltag mit stotternden Personen kommunizieren. Es regt dazu an, eigene Reaktionen und Vorurteile zu hinterfragen und Gespräche bewusster zu gestalten. Damit kann die Folge einen wichtigen Beitrag zu mehr Akzeptanz und einem wertschätzenden Miteinander leisten.

Die Podcastfolge finden Sie beispielsweise auf Spotify.

BVSS: „Sprechpause – Der Talk mit Stottern“

Der Videopodcast der Bundesvereinigung Stottern und Selbsthilfe überzeugt dadurch, dass stotternde Menschen selbst zu Wort kommen und ihre persönlichen Erfahrungen teilen. In den Gesprächen geht es unter anderem um Kindheit, Schule, Beruf, Therapien, Selbstzweifel und Selbstakzeptanz. Besonders wertvoll ist die authentische Darstellung unterschiedlicher Lebenswege, die deutlich macht, dass Stottern Menschen auf vielfältige Weise betrifft. Gleichzeitig vermittelt das Format eine stärkende Botschaft: Stottern gehört zur Lebensrealität der Betroffenen und muss nicht versteckt werden. Der Videopodcast eignet sich sowohl für Betroffene als auch für Angehörige, Fachkräfte und alle, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.

Zum Videopodcast auf YouTube gelangen Sie hier.

Radiosendung der Gruppe Stottern & Selbsthilfe Stuttgart: „Stotterfunk“

Der „Stotterfunk“ wird von einer Selbsthilfegruppe gestaltet und macht Stottern im Radio hörbar. Durch Interviews, Gespräche und wechselnde Themen werden persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Fragen miteinander verbunden. Die Sendung schafft Sichtbarkeit und stärkt die Selbstbestimmung der Betroffenen. Durch den offenen und lebensnahen Zugang ist sie sowohl für stotternde Menschen als auch für ein breites Publikum interessant.

Zum Stotterfunk geht’s hier.

WDR-Reportage: „Stottern und Lehrerin werden? Jennis Weg ins Klassenzimmer“

In der WDR-Reportage wird Jennifer Springer, angehende Lehrerin und stotternde Person, begleitet. Es wird eindrücklich gezeigt, welche persönlichen Herausforderungen, Ängste und gesellschaftlichen Vorurteile mit dem Stottern verbunden sind. Gleichzeitig verdeutlicht die Dokumentation ihre Entschlossenheit, an ihrem Berufswunsch festzuhalten. Besonders gelungen ist der persönliche Zugang, durch den die Auswirkungen des Stotterns auf Selbstbild, Alltag und berufliche Perspektiven nachvollziehbar werden. Die Reportage regt dazu an, eigene Vorstellungen von sprachlicher Kompetenz zu hinterfragen und macht deutlich, dass Stottern kein Hindernis für berufliche Eignung ist.

Hier geht es zur Reportage in der ARD-Mediathek.

Instagram-Kanal von Jennifer Springer (@stotter_otter)

Wem die Dokumentation „Stottern und Lehrerin werden? Jennis Weg ins Klassenzimmer“ gefallen kann, dem empfehlen wir auch den Instagram-Kanal von Jennifer Springer. Dort bietet sie einen persönlichen und alltagsnahen Zugang zum Thema Stottern, und zwar mit all den Aufs und Abs. Springer schafft es authentisch, schlagfertig und empathisch ihre Erfahrungen mit der Community zu teilen. Der niedrigschwellige Zugang ermöglicht es, sich auch außerhalb klassischer Informationsangebote mit dem Thema auseinanderzusetzen. Besonders wertvoll ist die Möglichkeit, Stottern als Teil der eigenen Lebensrealität sichtbar zu machen und damit zur Enttabuisierung beizutragen.

Zum Instagram-Kanal von Jennifer Springer gelangen Sie hier.

 

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