Presseinformation
Zum Beginn des neuen Kindergartenjahres: Impulse für Sprachförderung im Kitaalltag
Frechen, 04. August 2026. Jeder Tag in der Kita steckt voller Sprechanlässe. Ob beim gemeinsamen Frühstück, im Rollenspiel oder beim Experimentieren: Sprachförderung lässt sich ganz unkompliziert in den Alltag integrieren, oft ganz ohne besonderes oder teures Equipment. Zum Start des neuen Kitajahres gibt der Deutsche Bundesverband für Logopädie e.V. (dbl) praktische Impulse und erklärt, warum gerade naturwissenschaftliche Experimente die Sprachentwicklung besonders fördern können.
Erzieher*in als Sprachvorbild
Empirische Untersuchungen zeigen: Die alltagsintegrierte Sprachförderung wirkt sich positiv auf die sprachliche Entwicklung von sprachlich auffälligen Kindern aus.
Nicht zu unterschätzen ist hierbei der Sprachgebrauch der Erwachsenen. In „Frühpädagogik als Sprachförderung” weist Gudula List (2010) dem „Kommunikations- und Sprachverhalten [der Erzieher*innen] (…) eine Vorbildfunktion zu, sowohl in Hinsicht auf Korrektheit wie auch auf Diskursfähigkeit und Angemessenheit der Sprachstile in der Interaktion mit Kindern, Familienangehörigen und im Team.”
Sich dessen bewusst zu sein hilft, auf einen geeigneten Sprachgebrauch zu achten.
Sprachförderung durch naturwissenschaftliche Experimente
Wer forscht, der fragt und wer fragt, der forscht. Forschen ist ohne Sprache nicht denkbar. Und umgekehrt: „Die Sprachentwicklung profitiert von spannenden Erlebnissen. Forschen und Entdecken bieten im Alltag mit den Kindern viele Gelegenheiten, auch den Spracherwerb zu fördern”, erklärt Sonja Utikal, dbl-Referat Logopädie. Doch wie können solche Experimente aussehen?
Forschen am Frühstückstisch
Um Experimente in der Kita anzubieten, braucht man oft keine teuren und aufwendigen Utensilien, wie das folgende Beispiel verdeutlicht:
- Stellen Sie beim gemeinsamen Frühstück ein Glas mit stillem und eins mit Sprudelwasser. Lassen Sie die Kinder die Gläser zunächst beobachten und miteinander vergleichen.
- Welche Unterschiede stellen die Kinder fest? Ermutigen Sie die Kinder, das Wasser mit allen Sinnen zu erkunden.
- Die aufsteigenden Blasen lassen sich beobachten und fühlen, beispielsweise, wenn man den Finger ins Glas steckt.
- Wie fühlt sich dagegen das stille Wasser an? Animieren Sie die Kinder, ihre Erfahrungen zu verbalisieren und diskutiert gemeinsam darüber.
Für erfolgreiches Experimentieren sind gute Rahmenbedingungen in der Interaktion mit den Kindern entscheidend: „Egal, ob Sie ein Kind naturwissenschaftlich oder sprachlich fördern möchten: Die Voraussetzung dafür, dass es gelingt, ist immer eine vertrauensvolle Beziehung. Eine wertschätzende Haltung gibt den Kindern Sicherheit und Orientierung”, so Sonja Utikal, dbl-Referat Logopädie.
Gemeinsame Initiative: dbl und Stiftung Kinder forschen
Die Bedeutung von Sprachentwicklung und naturwissenschaftlichem und technischem Forschen für den Elementarbereich wird in den Orientierungs- bzw. Bildungsplänen aller Bundesländer hervorgehoben.
Die Stiftung Kinder forschen (ehem. Haus der kleinen Forscher) und der dbl haben bereits im Jahr 2010 eine Kooperation vereinbart, in deren Mittelpunkt die Durchführung von Fortbildungs-Workshops für Erzieher*innen steht. Inhaltlich geht es um Sprachförderung in Verbindung mit naturwissenschaftlichen Experimenten im Kitaalltag.
Mehr zum Thema finden Sie hier.
#Kindersprache#Sprachförderung
News-Alarm
Sie erhalten eine E-Mail-Benachrichtigung, sobald neue Beiträge zu den ausgewählten Themen/Hashtags erscheinen.