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Logopädie | 17.07.2026

Studie zeigt: Qualifizierte Fachkräfte können Ärzteschaft entlasten

Bis 2030 werden voraussichtlich 8.200 hausärztliche Vollzeitstellen unbesetzt bleiben. Diese Versorgungslücke ließe sich jedoch nach einer neuen Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung schließen. Indem Hausärzt*innen bestimmte Tätigkeiten an weitergebildete Fachkräfte in ihren Praxen übertragen, stünde den Ärzt*innen deutlich mehr Zeit für die Versorgung von Patient*innen zur Verfügung. Studienberechnungen zufolge könnten sie dadurch im Durchschnitt fast zwei Drittel (65 Prozent) ihres Zeitaufwands einsparen.

Befragungen im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zeigen, dass sowohl die Ärzteschaft als auch die Bevölkerung einer stärkeren Aufgabenverteilung in Hausarztpraxen offen gegenüberstehen. Rund drei Viertel der befragten Hausärzt*innen sprechen sich dafür aus, künftig stärker die Qualifikation für eine konkrete Aufgabe in den Mittelpunkt zu stellen.

Ähnliche Ergebnisse zeigt eine repräsentative Bürgerbefragung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Demnach würden Bürger*innen die Übertragung bestimmter hausärztlicher Tätigkeiten in den meisten Bereichen mehrheitlich akzeptieren. Besonders hoch ist die Zustimmung bei wiederkehrenden Untersuchungen und Tests, aber auch bei Impfungen und Infusionen sowie bei Routineaufgaben in der Versorgung chronisch erkrankter Menschen und der Verordnung von Hilfsmitteln.

Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie hier.

Wichtige Erkenntnisse für die Logopädie

Die Studie bestätigt aus unserer Sicht eindeutig den Bedarf an einer zukunftsfähigen Aufgabenverteilung im Gesundheitswesen, die sich stärker an den Qualifikationen der einzelnen Berufsgruppen orientiert. Eine Maßnahme, die diesem Grundgedanken entspricht und die der Deutschen Bundesverband für Logopädie seit Jahren fordert, ist der Direktzugang in der Logopädie. Er würde  in der Logopädie tätigen Fachpersonen ermöglichen, Patient*innen eigenverantwortlich zu untersuchen und zu behandeln und damit die Versorgung effizienter und kostensparender zu gestalten.

Mehr zum Direktzugang in der Logopädie finden Sie hier.

 

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