Aufgrund vielfältiger schriftsprachlicher Anforderungen im Alltag nimmt die Therapie bei Personen mit erworbenen Lesestörungen (Dyslexie) einen wichtigen Bestandteil in der sprachtherapeutischen Arbeit ein. Interventionen wurden bisher vor allem in Einzelfallstudien evaluiert. Dabei zeigten sich hauptsächlich therapiespezifische Übungseffekte, Generalisierungseffekte wurden weniger häufig dokumentiert. Eine evidenzbasierte Therapieplanung sollte immer auf detaillierten modelltheoretischen Diagnostikergebnissen basieren. Der vorliegende Beitrag skizziert daher modelltheoretische Diagnostikmöglichkeiten sowie verschiedene Therapieansätze, die zur Planung einer evidenzbasierten Therapie bei erworbener Dyslexie herangezogen werden können.
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