Trotz zunehmender gesellschaftlicher Aufklärung über trans Frauen und trans Männer ist der Weg zur eigenen Geschlechtsidentität für viele Betroffene nach wie vor steinig. Viele trans Frauen entscheiden sich für eine stimmfeminisierende Operation – die sogenannte Glottoplastik – im Medical Voice Center, um ihre stimmliche Grundfrequenz in den weiblichen Bereich anzuheben. Allein die Frequenzanhebung führt jedoch nicht zwangsläufig zu einer nachhaltigen stimmlichen Angleichung. In der Regel benötigen Patientinnen nach dem Eingriff Zeit und Übung, um ihre „neue Stimme“ kennenzulernen und sie sicher im Alltag einzusetzen. Daher schließt sich an die Operation im Medical Voice Center ein stimmtherapeutisches bzw. stimmpädagogisches Training an. Im Zentrum stehen dabei Modulation, Prosodie, Resonanz und Artikulation. Auch unterstützende Ausdrucksmittel wie Gestik und Mimik können – je nach Bedarf – in die Arbeit einbezogen werden. Das am Medical Voice Center praktizierte interdisziplinäre Konzept aus Phonochirurgie, Stimmtherapie und Gesangspädagogik verbindet operative und therapeutische Maßnahmen zu einem sorgfältig abgestimmten Behandlungsablauf. Ein erfahrenes Team aus Ärzt*innen, Stimmtherapeut*innen und einer Gesangspädagogin begleitet die Patientinnen kontinuierlich und individuell durch diesen sensiblen Prozess. Die enge Zusammenarbeit der Fachdisziplinen ermöglicht eine ganzheitliche und auf die jeweilige Person abgestimmte Behandlung.
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