Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit mutistisches Verhalten als Ausdruck einer autonomen Regulationsstörung zu betrachten ist. Es wird die Hypothese aufgestellt, dass in der Therapie des selektiven Mutismus unter Berücksichtigung dieser möglichen Ursache größere, nachhaltigere Erfolge erzielt werden können, wenn Elemente zur vegetativen Regulation integriert werden. Selektiver Mutismus ist meist durch eine ausgeprägte Stressreaktion mit gesteigertem bis sehr hohem Körpertonus gekennzeichnet, deren physische Ursachen und entsprechende Interventionsmöglichkeiten folgend erörtert werden. Dazu wird die Funktionsweise des autonomen Nervensystems mit der Erstarrungsreaktion in Verbindung gebracht. Basierend auf dem neuesten Forschungsstand und praktischer Erfahrung wird ein Modell vorgestellt, welches die somatischen Gegebenheiten berücksichtigt.
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