Diese wissenschaftliche Studie im Rahmen eines Logopädiestudiums richtet sich auf die Integration schwerhöriger Menschen in die arbeitende Gesellschaft – zunächst ein eher untypisches Thema für logopädische Studien, auf den zweiten Blick jedoch dem Berufsbild entsprechend. In der heutigen Zeit wird auf dem kommunikativen Arbeitsmarkt zunehmend auf das verbale Kommunizieren untereinander vertraut. Teamarbeit und der damit verbundene lautsprachliche Austausch gilt an den meisten Arbeitsplätzen als selbstverständlich. Für Menschen, die durch ein vermindertes Hörvermögen das menschliche Grundbedürfnis des verbalen Informationsaustausches nicht mehr oder nur erschwert genießen können, ist es nicht einfach sich an der verbalen Kommunikation zu beteiligen und darunter leiden sie. Allgemein kommt es zur sozialen Isolation, welche sich auch auf dem Arbeitsmarkt widerspiegelt: laut Experten waren 2005 doppelt so viele hörgeschädigte Menschen arbeitslos als gleichaltrige Hörende. Untersuchungen belegen, dass die Betroffenen das Verständnis und auch die Unterstützung der Arbeitgeber bezüglich der Schwerhörigkeit als extrem gering empfinden. Aus diesen Gründen war das primäre Ziel der vorliegenden Studie den Bedarf an der Verbesserung der verbalen Kommunikation zwischen schwerhörigem Arbeitssuchenden/Arbeitnehmer und hörendem Arbeitgeber aus beiden Blickwinkeln zu inventarisieren. Die Inventarisierung wurde durch eine bundesweite Befragung von drei Probandengruppen – schwerhörige Arbeitnehmer sowie Arbeitssuchende und hörende Arbeitgeber, die Schwerhörige beschäftigen – via unterschiedlicher Fragebögen vorgenommen. Die Analyse der Antworten zeigte einen Bedarf an der Verbesserung der Kommunikation zwischen den Probandengruppen. Darauffolgend wurde eine praktische Maßnahme, in Form einer CD-Rom, zur Verbesserung der verbalen Kommunikation entwickelt.