Während im deutschsprachigen Raum Kommunikationsstörungen von Kindern mit Down-Syndrom (DS) in erster Linie als Folge der anatomischen Besonderheiten des Sprechapparates oder einer Sprachentwicklungsstörung gesehen werden, ist im angloamerikanischen Raum die (ergänzende) Diagnose einer Dysarthrie etabliert. Für diese Klassifikation sprechen theoretische Überlegungen sowie empirische Daten. Wir stellen eine Pilotstudie vor, die erstmals deutschsprachige Kinder mit DS anhand eines Diagnostikinstruments für kindliche Dysarthrien untersuchte. Die Ergebnisse werden vor dem Hintergrund theoretischer Klassifikationsfragen diskutiert und mit praktischen Überlegungen zur klinischen (Differential-)Diagnostik verknüpft.
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