Die rasch fortschreitende neurologische Erkrankung Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist für die Betroffenen und deren Angehörige mit zahlreichen psychischen und physischen Veränderungen verbunden. Angesichts der auftretenden, zunehmenden Muskelschwäche sind unter anderem logopädische Bereiche wie das Schlucken und das Sprechen betroffen, sodass eine logopädische Behandlung empfohlen wird. Aufgrund der lebenslimitierenden Diagnose erfolgt die Behandlung im Rahmen der Palliativen Logopädie, wobei der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Bei dieser Erkrankung ist der Umgang des oder der Betroffenen mit der Diagnosestellung ein wichtiger Faktor. Die Krankheitsbewältigung ist individuell und verschiedene Strategien werden angewandt. Ziel der hier vorgestellten Interviewstudie war es herauszufinden, inwiefern Logopäd*innen Menschen mit Amyotropher Lateralsklerose in ihrer Krankheitsbewältigung unterstützen können. Die Ergebnisse zeigen, dass Logopäd*innen in der Gesprächsführung, in ihrer professionellen Haltung und ihrem einem ganzheitlichen Blick auf die Betroffenen und deren Angehörige einen wichtigen Beitrag zur Krankheitsbewältigung leisten können.
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