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Logopädie | 11.09.2026

Vier-Länder-Tagung 2026: Im Dialog über aktuelle Entwicklungen

Vom 3. bis zum 4. September 2026 reisten die Präsidentinnen und Vizepräsidentinnen der Logopädieverbände aus Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Deutschland nach Regensburg anlässlich der jährlich stattfindenden Vier-Länder-Tagung.

Bereits seit mehreren Jahrzehnten treffen sich ein Mal im Jahr die Vertreter*innen der vier deutschsprachigen Logopädie-Verbände logopädieaustria, BLL, DLV und dbl, um sich über aktuelle politische und fachliche Entwicklungen der Logopädie in den jeweiligen Ländern auszutauschen. Ziel der Treffen ist es, diese Entwicklungen gemeinsam positiv zu begleiten und voranzutreiben sowie voneinander für die eigene Verbandsarbeit zu lernen oder auch gemeinsame Aktivitäten abzuleiten.

Gastgeber der rotierenden Veranstaltung war in diesem Jahr der dbl, der sich freute, seine Gäste beim sommerlichen Wetter im Herzen der als UNESCO-Weltkulturerbe geadelten mittelalterlichen Altstadt begrüßen zu dürfen.

Digitalisierung, KI und Rahmenbedingungen im Fokus

Die Tagesordnung war vielfältig. Herzstück der Sitzung war – wie in jedem Jahr – der „Bericht aus den Ländern“.  Dabei blieb es nicht nur bei Zusammenfassungen. Die ersten Themen wurden bereits in diesem Teil der Sitzung kritisch reflektiert und Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Lösungsansätze erarbeitet: In diesem Jahr bewegte uns alle insbesondere der Spardruck, der derzeit auf Gesundheitssystemen und der Versorgung in jedem Land ausgeübt wird, und wie diesem begegnet wird.

Der inhaltliche Fokus lag auf dem Thema Digitalisierung in der Logopädie, wobei insbesondere die Künstliche Intelligenz (KI) ins Zentrum rückte. In jedem Land und Verband erfolgen zahlreiche Aktivitäten, um die Profession und die Berufsangehörigen in diesen rasanten Entwicklungen durch Informationen, Angebote, politische Forderungen und Rahmenbedingungen zu unterstützen. Deutlich wurde, dass in den vier Ländern sehr unterschiedliche rechtliche Rahmenbedingungen vorliegen. Und doch ließen sich sehr ähnliche Prinzipien im Umgang ableiten, etwa zur Transparenz gegenüber Patient*innen, wenn KI in der Versorgung genutzt wird, und zur fachlichen und ethischen Verantwortung (die selbstverständlich weiter bei den Therapeut*innen bleibt).

Auch wenn im Mittelpunkt der Tagung der Austausch zu aktuellen berufspolitischen, fachlichen und vereinsrelevanten Belangen stand, blieb dennoch auch Gelegenheit zu einem Spaziergang durch die Stadt, über die Steinerne Brücke, über Donau und Regen (wo auch das Foto entstand) und am traditionsreichen Hutmacher und beeindruckenden Dom vorbei.

Am Ende fuhren alle mit vollen To-do-Listen, vielen Anregungen für die weitere Arbeit und ermutigenden Erinnerungen an Gespräche und Begegnungen nach Hause. Nach einem – wieder einmal – bereichernden Treffen freuen wir uns darauf, im kommenden Jahr zur Vier-Länder-Tagung zum Gastgeber-Verein nach Lichtenstein zu reisen.

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