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Logopädie | 30.07.2026

Neues Netzwerk für Menschen mit Funktionellen Neurologischen Störungen entsteht

Menschen mit einer Funktionellen Neurologischen Störung (FNS) stehen im Alltag häufig vor großen Herausforderungen – nicht nur durch ihre Erkrankung selbst, sondern auch durch fehlende Informationen, lange Wege zu spezialisierten Anlaufstellen und eine oft unzureichende Vernetzung der Versorgungsangebote.

Das soll sich ändern: Mit Netzwerk FNS wird derzeit ein Bundesverband gegründet, der die Anerkennung der Gemeinnützigkeit anstrebt und Betroffene, Angehörige und Fachpersonen zusammenbringt. Die Initiative wird von Betroffenen gegründet und ist evidenzorientiert. Ziel ist es, verständliche und verlässliche Informationen bereitzustellen, den Austausch zu fördern und Menschen mit FNS besser miteinander zu vernetzen. Dabei versteht sich das Netzwerk ausdrücklich nicht als medizinischer Behandlungsanbieter, sondern als Plattform für Aufklärung, gegenseitige Unterstützung und den Austausch von Erfahrungen.

Fokus auf Transdisziplinarität

Funktionelle Neurologische Störungen gehören zu den häufigen neurologischen Erkrankungen: Dabei ist die Funktion des Nervensystems gestört, nicht seine Struktur – es kommt zu realen, unwillkürlichen Symptomen wie Lähmungen, Zittern, anfallsartigen Ereignissen oder auch funktionellen Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen, bei denen Logopädie ein wichtiger Behandlungsbaustein ist. Aber auch andere Fachpersonen sind von großer Bedeutung, genauso wie deren Zusammenarbeit.

Ein besonderes Anliegen des Netzwerks ist daher die Förderung einer modernen, transdisziplinären Versorgung. Dabei beruft sich das Netzwerk auf aktuelle Leitlinien, die bereits deutlich machen, dass die Behandlung Funktioneller Neurologischer Störungen nur im Zusammenspiel verschiedener Fachrichtungen gelingen kann. Neurologie, Psychiatrie und Psychosomatik, Psychotherapie, Neuropsychologie sowie Physio-, Ergo- und Logopädie arbeiten dabei eng zusammen – häufig koordiniert über die hausärztliche Versorgung und ergänzt durch Pflege und Soziale Arbeit. Dieses Miteinander möchte Netzwerk FNS stärken. Dabei setzt die Initiative bewusst auf den Dialog zwischen medizinischem Fachwissen und den Erfahrungen der Betroffenen. Beide Perspektiven seien unverzichtbar, um die Versorgung nachhaltig zu verbessern.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen können grundsätzlich Betroffene, Angehörige, Fachpersonen und Unterstützende gleichermaßen. Fachpersonen aller beteiligten Berufsgruppen sind insbesondere eingeladen, ihre Expertise einzubringen – sei es als Berater*innen, Multiplikator*innen oder im fachlichen Austausch. Ein Fachbeirat aus Neuropsychologie, Physiotherapie, Psychotherapie und Ergotherapie begleitet die Initiative bereits. Damit aus der Initiative ein tragfähiger Bundesverband mit regionaler Präsenz wird, sucht das Netzwerk FNS engagierte Ansprechpartner*innen in allen Bundesländern sowie – wenn möglich – auch in Städten und Landkreisen. Sie sollen vor Ort erste Anlaufstelle für Betroffene sein, Informationen bündeln und den Kontakt zur bundesweiten Initiative halten.

Wer über die Entwicklung des Netzwerks auf dem Laufenden bleiben möchte: Ab September erscheint monatlich ein Newsletter mit Neuigkeiten aus Netzwerk, Website und Forschung – die Anmeldung ist formlos per E-Mail an [email protected] (Stichwort „Newsletter”) möglich.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.netzwerk-fns.de

 

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