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Ausgabe 2/2018

Forum Logopädie 2/2018 (32. Jg.)

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THEORIE UND PRAXIS


Ilona Rubi-Fessen
Repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) bei postakuter Aphasie
Effekte auf sprachliche Modalitäten und Kommunikation (6-13)

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Zur Steigerung der Effektivität der Aphasietherapie hat die Kombination herkömmlicher linguistisch-kognitiver Therapieverfahren mit additiven Verfahren wie etwa der repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS) in den letzten Jahren eine zunehmende Bedeutung erlangt. In der vorliegenden verblindeten, placebo-kontrollierten Studie wurde der Effekt der Hemmung des rechtsseitigen (homologen) Broca-Areals auf den Erfolg einer zweiwöchigen Aphasietherapie an einer Gruppe von insgesamt 30 Probanden mit postakuter Aphasie untersucht. Obwohl sich in beiden Versuchsgruppen (je n = 15) überzufällige Verbesserungen zeigten, waren diese in der Gruppe, die vor der Aphasietherapie eine echte Hemmung erhalten hatten, signifikant stärker ausgeprägt als bei der Sham-stimulierten Gruppe. Die Verbesserungen betrafen sowohl sprachliche Modalitäten als auch die Informationsübermittlung in alltagsähnlichen Kommunikationssituationen.


Lea Schweiger, Simon Sollereder
Videosequenzen in der Aphasietherapie
Eine Studie zum Einsatz für den lexikalischen Abruf von Verben (14-18)

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In der logopädischen Therapie zentraler Sprech- und Sprachstörungen stellt der Einsatz von Bildern zur Objektreferenz eine essentielle Stütze dar. Tätigkeiten können jedoch oftmals anhand von Bildmaterial nur bedingt veranschaulicht werden. Diese weisen eine höhere Interpretationsvariabilität auf bzw. stellen eine höhere Anforderung an das Alignment von TherapeutIn und PatientIn hinsichtlich der zu realisierenden Zielform (Marangolo et al. 2012, Edmonds 2016). Dennoch ist die Verwendung von Verben ein wichtiges Therapieziel. Im Rahmen einer Qualifizierungsarbeit wurden 14 selbst aufgenommene Videos unter Beachtung von Frequenzeffekten erstellt (dynamische Bedingung), aus denen 14 Bilder extrahiert wurden (statische Bedingung). In einer ersten Erhebung wurden die Urteilerübereinstimmung der Videos im Vergleich zu den Bildern als Maß für das therapeutische Alignment erhoben. Auf Item- und Gruppen-Ebene zeigen die Videos frequenzabhängig gegenüber den Bildern höhere und teilweise signifikant höhere Übereinstimmungsraten. Die Videos erscheinen daher für den therapeutischen Einsatz geeignet. Als nächsten Schritt sollen mehr Videos gedreht und in erste vergleichende Einzelfallstudien integriert werden.


Norina Lauer
Talking Mats App - jetzt in deutscher Sprache (19-21)

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Talking Mats ist eine Methode zur Gesprächsstrukturierung, die bei Menschen mit Kommunikationsproblemen eingesetzt werden kann. Damit sollen die Betroffenen darin unterstützt werden, ihre Meinungen und Wünsche zu Themen zu äußern, die ihnen wichtig sind. Talking Mats (www.talkingmats.com) wurde von Sprachtherapeutinnen an der Stirling University in Schottland entwickelt.


Anja Starke, Juliane Mühlhaus
App-Einsatz in der Sprachtherapie
Die Nutzung evidenzbasierter und ethisch orientierter Strategien für die Auswahl von Applikationen (22-26)

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Mobile Endgeräte und die für diese verfügbaren Applikationen (Apps) bieten ein großes Potenzial für den Einsatz in der Sprachtherapie/Logopädie. Aktuell stehen jedoch nur wenige spezifisch für die Sprachtherapie entwickelte Apps zur Verfügung. Allerdings können aus der großen Menge von allgemeinen und Spiele-Apps zahlreiche Formate sinnvoll in der sprachtherapeutischen Arbeit genutzt werden. Für eine gewissenhafte Auswahl einer solchen App wird ein evidenzbasiertes und ethisch orientiertes Vorgehen vorgestellt, das SprachtherapeutInnen zu einer selbstbestimmten Entscheidung im Einsatz neuer Technologien in der Therapie führen soll.


Kathrin Baum, Mechthild Clausen-Söhngen, Anke Tiessen
Mit den Patienten und sich selbst in gelingendem Kontakt
Interaktives Reasoning mit Functional Fluency (28-33)

Ausgehend von der Zuordnung in Kategorien logopädischer Professionalität (Kompetenzmodell) und der Begriffsklärung „Interaktives Reasoning” wird das Modell „Functional Fluency” (interpersonale Wirksamkeit) aus der Transaktionsanalyse vorgestellt. Die darin beschriebenen Verhaltensmodi ermöglichen eine Versprachlichung, Beobachtung, Reflexion und bewusste Gestaltung des Kontaktangebots zwischen LogopädInnen und PatientInnen und sind somit die Beziehung positiv beeinflussend in der logopädischen Therapie einsetzbar.

BERUF UND VERBAND

  • Willkommen in Bielefeld zum 47. dbl-Kongress
  • dbl-Nachwuchspreis für Anna-Maria Kuttenreich
  • Einladung zur Mitgliederversammlung
  • Programm zum 47 Jahreskongress des dbl vom 15.-16. Juni 2018 in Bielefeld
  • 6. März EU Tag der Logopädie
  • Engagiert und gut vernetzt: Die Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V.
  • Drei Fragen an Michael Evers, Vorsitzender der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation e.V.
  • Forschungssymposium von dbl und dbs am 17. März in Bremen
  • Der Schritt zur Promotion – Informationsveranstaltung für Studierende und Promovierende
  • Der dbl mischt sich ein: Aktuelle berufspolitische Aktivitäten des Verbandes
  • Aktuelle dbl-Fortbildungen für Kurzentschlossene
  • 30 Jahre CPLOL: Bonne anniversaire – Happy Birthday – Herzlichen Glückwunsch!
  • Datenschutz fordert Praxen
  • Service für Mitglieder: Glossar Akademisierung
  • Alles, was Recht ist: Neufassung des Mutterschutzgesetzes in Kraft
  • Bearbeitung von Zulassungsanträgen
  • Die aktuelle Zahl
  • Die Bundesstudierendenvertretung – immer für euch da!
  • Die BSV sucht zwei MitstreiterInnen
  • Arbeitskreis Parkinson: Interessanter Erfahrungsaustausch

BILDUNG UND FORSCHUNG

  • OTH Regensburg besetzt Professur im Fachgebiet Logopädie
  • Forschungsprojekt Lebensqualität bei Menschen mit Dysarthrie
  • Forschungsprojekt AVATAR: Spiegelbild fürs Sprechen
  • DELPHIN-Stottertherapie: Wirksamkeit nachgewiesen
  • Netzwerk „Therapeutische Beziehung in der Logopädie/Sprachtherapie”
  • Bachelorarbeiten an der Hochschule Osnabrück 2017
  • Logopädie in Kolumbien: wertgeschätzt und medizinisch fokussiert
  • Digitales Klassenzimmer in der Logopädieausbildung
  • DMRZ stellt erstmals elektronische Fallakte vor
  • Suchmaschine für Gesprochenes
  • dbl-Fortbildungen

MEDIEN UND MATERIALIEN

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