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Aktuelle Ausgabe

FORUM Logopädie 5/2017 (31. Jg)

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THEORIE UND PRAXIS


Doris Schaeffer, Dominique Vogt, Eva-Maria Berens
Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland
Die HLS-GER-Studie und ihre Relevanz für die Logopädie (6-11)

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Gesundheitskompetenz wird zusehends als wichtige Voraussetzung erachtet, um die eigene Gesundheit erhalten, bei Gesundheitsstörungen und Krankheiten aktiv an der Behandlung und der Wiedererlangung der Gesundheit mitwirken und sich auch für gesunde Lebensbedingungen engagieren zu können. Erste empirische Befunde zeigen jedoch, dass die Hälfte der Bevölkerung in Deutschland eine niedrige Gesundheitskompetenz und damit Schwierigkeiten im Umgang mit Gesundheitsinformationen hat. Die HLS-GER-Studie deutet zugleich an, dass vor allem Menschen mit Migrationshintergrund,  Menschen mit niedrigem Bildungsniveau, Menschen im höheren Lebensalter und ebenso Menschen mit chronischer Krankheit eine vergleichsweise niedrige Gesundheitskompetenz aufweisen. Menschen mit einem niedrigen Gesundheitskompetenzniveau haben zudem häufiger einen subjektiv schlechteren Gesundheitszustand. Erkenntnisse wie diese unterstreichen, wie wichtig die Förderung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland ist. Die Stärkung der Gesundheitskompetenz sollte daher künftig einen festen Stellenwert im Gesundheitssystem erhalten. Zugleich ist es notwendig, dem Thema nicht nur im Gesundheitssystem, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen größere Aufmerksamkeit zu schenken, denn die Förderung der Gesundheitskompetenz ist eine facettenreiche Aufgabe, die viele Bereiche der Gesellschaft tangiert. Sie erfordert daher eine gesamtgesellschaftliche Strategie.


Julia Göldner, Hilke Hansen, Vera Wanetschka
Die therapeutische Beziehung in der Sprachtherapie
Strukturierte Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstandes (12-19)

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In der Psychotherapieforschung spielt die therapeutische Beziehung als allgemeiner Wirkfaktor der Therapie längst eine wichtige Rolle. Ziel der diesem Beitrag zugrundeliegenden Bachelorarbeit war es, den aktuellen Forschungsstand zur Therapeuten-Patienten-Beziehung in der Sprachtherapie strukturiert zusammenzufassen. Dazu wurde zunächst eine selektive Literaturübersicht zum psychotherapeutischen Wissen angefertigt. Für den sprachtherapeutischen Teil wurde das Vorgehen an eine systematische Literaturübersicht angelehnt. Die Relevanz der sprachtherapeutischen Beziehung für Therapieprozess und -ergebnis wird von seltenen Studien bestätigt. Es wird auf der Basis psychotherapeutischer Ergebnisse ein Modell entworfen, das die Ergebnisse aus dem deutschsprachigen Raum gebündelt darstellt. Diese Arbeit schafft eine erste Orientierung und eröffnet der Forschung weitere Ansatzpunkte.


Britta Balandat
Semi-Occluded Vocal Tract Exercises (SOVTE)
Methodik, Hintergrund und stimmtherapeutische Empfehlungen (20-27)

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Viele erfolgreiche stimmtherapeutische Techniken und Stimmübungsprogramme basieren auf der Grundlage von Übungen mit einem teilweise verschlossenen Vokaltrakt (engl. Semi-Occluded Vocal Tract, kurz SOVT). Diese Übungen (engl. Semi-Occluded Vocal Tract Exercises, SOVT Exercises, SOVTE oder SOVTs genannt) haben für das Stimmtraining von SprecherInnen und SängerInnen eine lange Tradition und werden zunehmend auch in der Stimmtherapie eingesetzt. Sie trainieren die wesentlichen Aspekte der Stimmgebung – Atmung, Stimmproduktion und Resonanzbildung – in ihrem Zusammenspiel und führen zu einer müheloseren und effizienteren Stimmgebung. Ein gleichmäßiger Anblasedruck bei gleichbleibender Strömungsgeschwindigkeit bietet hierzu die Grundlage und wird bei Übungen mit Widerstand gegen Wasser oder gegen Luft erreicht. Für eine individuelle Übungsauswahl sind Kenntnisse des Wirkungsprinzips und der Einteilung von SOVTE eine wichtige Voraussetzung. Der Artikel stellt eine Einteilung der gebräuchlichsten SOVTE vor und gibt anhand der Methodik SOVTE Powerful Voice Training® evidenzbasierte Empfehlungen für den Einsatz in der Stimmtherapie am Beispiel der funktionellen Dysphonie.


Ulla Beushausen, Holger Grötzbach
"More is better! – Intensität in Sprachtherapie/Logopädie
Evidenzen zur Therapieintensität bei neurologischen und stimmtherapeutischen Interventionen (28-35)

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Angaben zur Therapieintensität, die bei neurologischen und stimmtherapeutischen Interventionen bisher durch Studien belegt oder in Richtlinien und Standards empfohlen wurden, werden erläutert. Die Dosierung, Frequenz und Dauer der Therapiebausteine bzw. des Einsatzes therapeutischer Methoden werden in der logopädisch/sprachtherapeutischen Praxis bisher stark vom Therapiesetting sowie von Patienten- und Therapeuten-Variablen und weniger von wissenschaftlichen Erkenntnissen beeinflusst. Die gefundenen Evidenzen zur Therapieintensität präferieren jedoch eine hohe Therapiefrequenz als wirksamste Vorgehensweise. Vorgaben zur Intensität werden zukünftig in Standards und Leitlinien einfließen und die Abläufe der therapeutischen Praxis in ambulanten und stationären Settings maßgeblich beeinflussen.

BERUF UND VERBAND

  • Neues Faltblatt: Mit PolitikerInnen ins Gespräch kommen!
  • dbl-Logo zum Download
  • Die aktuelle Zahl: 28.000
  • Informationen zur Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte
  • Mit dem dbl-Reisestipendium nach Vancouver
  • Aktuelle dbl-Fortbildungen für Kurzentschlossene
  • Bundestagswahl 2017: Was sagen die Parteien zu unseren Forderungen?
  • Der dbl mischt sich ein
  • dbl-Kongress 2017 in Mainz: Ende einer Ära – Aufbruch in die Zukunft
  • Dank für ehrenamtliches Engagement
  • "Wie sag ich’s meiner Chefin?": Sitzung der Angestellten in Mainz
  • Gute Nachrichten für PraxisinhaberInnen: Sitzung der Freiberufler in Mainz
  • Vielfältige Angebote in Mainz für NachwuchslogopädInnen
  • Lehrende diskutieren über Akademisierung in Mainz
  • Sichere E-Mails: Schützen Sie Ihre Nachrichten vor dem Zugriff Dritter

BILDUNG UND FORSCHUNG

  • 2. IMF-Tagung: Selektiver Mutismus – eine interdisziplinäre Herausforderung
  • Save the date: Erlangen feiert 50. Jubiläum am 5. Oktober 2018
  • "Ich bin dann mal weg!" – Symposium an HS Fresenius
  • Bobath-Wissenschaftspreis 2018
  • 8. Stotterkonferenz der ivs: Wirksamkeit der Stottertherapie
  • Neuer additiver Bachelorstudiengang in Lübeck

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