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Aktuelle Ausgabe

FORUM Logopädie 3/2017 (31. Jg)

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THEORIE UND PRAXIS


Kerstin Bilda
Digitalisierung im Gesundheitswesen:Trends und neue Entwicklungen
Einführung in das Schwerpunktthema "Neue Technologien in der Logopädie",  (6-9)

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Digitale Technologien und Roboter sind dabei, unseren Alltag grundlegend zu verändern. Diese technische Entwicklung bietet vielfältige Möglichkeiten einer individualisierten und patientenorientierten Gesundheitsversorgung, die zu einer Neugestaltung von sozialen und gesundheitsbezogenen Dienstleistungen führen werden. In den Digitalisierungsdiskursen in Deutschland wird der Gesundheits- und Sozialbereich aber bislang eher am Rande betrachtet. Die Akzeptanz neuer Technologien ist im Ausland, insbesondere in den USA, wesentlich größer. Der Beitrag skizziert Herausforderungen und Möglichkeiten der Digitalisierung und Telematik für das Gesundheitswesen und die Logopädie, sowohl für Patienten als auch für Therapeuten. Aktuelle Forschungsprojekte an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum veranschaulichen die Potenziale digitalisierter Systeme für die Logopädie.


Hendrike Frieg, Juliane Mühlhaus, Ute Ritterfeld, Kerstin Bilda
Assistive Technologien in der Dysarthrietherapie
Entwicklung des Trainingssystems ISi-Speech als Anwendungsbeispiel (10-15)

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Neurogene Beeinträchtigungen der Sprechverständlichkeit stellen ein Risiko für die soziale und gesellschaftliche Teilhabe dar. Um die für eine effektive Dysarthrietherapie nötige hohe Therapiefrequenz zu erreichen, sind häusliche Eigenübungen neben den Einheiten mit der TherapeutIn meist unumgänglich. Eigenständiges Üben ist jedoch in hohem Maße auf Feedback angewiesen, um sicherzustellen, dass die Aufgaben auch korrekt durchgeführt werden. In diesem Beitrag stellen wir die Entwicklung des Trainingssystems ISi-Speech vor, das mithilfe automatisierter Spracherkennung als Basis für Feedback beim eigenständigen Üben, evidenzbasierten Aufgaben und motivationalen Elementen das Eigentraining für Menschen mit Dysarthrie unterstützen soll. ISi-Speech verfolgt einen nutzerInnenzentrierten Entwicklungsansatz, bei dem Betroffene als ExpertInnen fortwährend in den Designprozess einbezogen werden.


Elisabeth Meyer, Kerstin Bilda
Die App DiaTrain - ein videobasiertes Skripttraining
Entwicklung und Anwendung eines evidenzbasierten Heimtrainings (16-19)

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Seit Januar 2017 ist die iPad-App DiaTrain im AppStore (iOS) erhältlich. Sie wurde als Zusatz zur regulären Sprachtherapie speziell für Menschen mit einer Sprach- und Kommunikationsstörung entwickelt, wie sie beispielsweise nach einem Schlaganfall auftreten kann. Die App beinhaltet kurze strukturierte Videosequenzen von alltäglichen verbalen Skripten, die mithilfe von verschiedenen Hilfestufen geübt werden können. Verbale Skripte werden als eine Art „Handlungsschema” für stereotype und oft wiederholte Situationen definiert. Ziel des Trainings ist es, die Anzahl von verbalen Äußerungen zu erhöhen und damit die verbale Kommunikationsfähigkeit zu verbessern. Der Artikel gibt einen Überblick über die Entwicklung und wissenschaftliche Evaluierung des videobasierten Skripttrainings DiaTrain. Aufbau und Anwendung der evidenzbasierten App werden ausführlich beschrieben. Darüber hinaus wird beispielhaft erläutert, wie DiaTrain mit der regulären Sprachtherapie zu kombinieren ist.


Mona Späth, Elisabet Haas, Hanna Jakob
neolexon-Therapiesystem
Ein individualisierbares digitales Therapiesystem für die Aphasie- und Sprechapraxie-Therapie mit Tablet-PCs (20-24)

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Digitale Therapiesysteme können Logopäden in der Therapie unterstützen und die Therapiefrequenz maßgeblich erhöhen. Bisherige Anwendungen lassen sich jedoch nur in sehr begrenztem Umfang individualisieren. In der Entwicklungsgruppe Klinische Neuropsychologie (EKN) an der LMU München wurde daher ein vollständig individualisierbares Therapiesystem entwickelt. Das Therapiesystem neolexon bietet für Therapeuten eine Datenbank mit momentan über 5.700 Wörtern und zahlreichen therapierelevanten Informationen (z.B. Silbenanzahl, Silbenkomplexität). Auf diese Datenbank kann der Therapeut über www.neolexon.de zugreifen und für jeden seiner Patienten individuelle Wörtersets nach phonetisch-phonologischen und semantischen Kriterien erstellen. Alle Patientenprofile und Wörtersets stehen dem Therapeuten in der neolexon-Therapeuten-App zur Nutzung in der Therapiesitzung zur Verfügung. Weiterhin können die individuellen Wörtersets an die neolexon- Aphasie-App übertragen werden, mit der die Patienten zu Hause unbegrenzt weiterüben können. Das System kann bereits in vollem Umfang und momentan kostenlos genutzt werden.


Laura Tuschen, Steffen Glückselig, Kerstin Bilda
Objektive Messung von Glottisschlussinsuffizienzen
Innovative Studie zur Anwendbarkeit des Oszillogramms als evidenzbasierte Messmethode in der Logopädie (26-31)

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Ein standardisiertes Diagnoseverfahren bei Dysphonien ist das ELS-Basisprotokoll, das fünf Erhebungskriterien einschließt: Perzeption, Videolaryngostroboskopie, aerodynamische und akustische Messungen sowie Selbstevaluation. Vier dieser Kriterien sind von Logopäden anwendbar. Um einen Glottisspalt objektiv erfassen zu können, sind Logopäden auf den ärztlichen lupenlaryngoskopischen Befund angewiesen. Akustische Messungen zeigten einen Zusammenhang der Hüllkurve im Oszillogramm und dem Glottisschluss. Dies wurde mittels einer quasi-experimentellen Vergleichsstudie untersucht. Probanden mit komplettem und inkomplettem Glottisschluss wurden aufgefordert, den Vokal /a/ lange zu halten. Dies wurde mit dem Schallanalyseprogramm PRAAT ausgewertet. Der Verlauf der untersuchten Oszillogramme unterschied sich in den Stichprobengruppen signifikant. Die objektive Methode bietet einen klinischen Einsatz in der Diagnostik und Therapie von Dysphonien. Das Verfahren zeichnet sich als praktikabel, kostengünstig und wenig zeitintensiv aus.


Wibke Hollweg, Juliane Mühlhaus, Eva-Maria Beck, Christine Blümke, Katrin Schulenburg, Elke Kraus, Kerstin Bilda, Sarah Görlich, Theda Borde
Berufsbegleitend Studieren
Entwicklung zwei neuer zielgruppenspezifischer Studienangebote für die Logopädie (32-39)

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An der Alice Salomon Hochschule Berlin und der Hochschule für Gesundheit in Bochum werden aktuell in zwei Forschungsprojekten ein Bachelor- und ein Masterstudiengang für die Zielgruppe bereits beruflich qualifizierter LogopädInnen entwickelt. Teilergebnisse der vorangegangenen Bedarfsanalysen, die mittels Online-Befragungen und Interviews erhoben wurden, werden in dem vorliegenden Beitrag für diese Angebote vorgestellt und diskutiert. Es wurde ermittelt, welche Motive zur Aufnahme eines berufsbegleitenden Studiums führen und welche Kompetenzen in einem hochschulischen Studium erworben werden sollten. Darüber hinaus werden die Anforderungen an die zukünftigen Studienformate benannt, die für die Zielgruppe der beruflich Qualifizierten entscheidend sind, um ein Studium mit einer Berufstätigkeit und ggf. Familienaufgaben vereinbaren zu können. Aus den vorgestellten Befragungsergebnissen ergeben sich speziell für das Berufsfeld der Logopädie/ Sprachtherapie wertvolle Hinweise für Studiengangentwicklungen heterogener Zielgruppen.

BERUF UND VERBAND

  • PR für unseren Beruf: dbl bei Facebook und Twitter
  • dbl-Kongress: Vorverkauf verlängert!
  • Fachaustausch in Mainz: Treffen der Arbeitskreise
  • Neu: Heilmittel-Richtlinie Zahnärzte
  • Geschichte der Heilmittel-Richtlinie: Hätten Sie es noch gewusst?
  • Gut besuchtes dbl/dbs-Forschungssymposium in Berlin
  • Die aktuelle Zahl: 198
  • EU-Tag der Logopädie 2017: Große Resonanz auf das Thema Schlucken
  • Der dbl mischt sich ein: Aktuelle berufspolitische Aktivitäten des Verbandes
  • Aklepios Reha-Klinik Bad Schwartau: Tarifvertrag erkämpft
  • Ein Muss für FreiberuflerInnen: die Praxishomepage
  • Nachruf auf Stefanie Räke

BILDUNG UND FORSCHUNG

  • Aphasie-Versorgungsstudie FCET2EC veröffentlicht
  • hsg will Trainingsmodule bei Hörstörungen entwickeln
  • Forschungsnewsletter des Dialog- und Transferzentrums Demenz
  • Neue Studiendatenbank des ZQP zur Pflegeforschung
  • Bachelorfeier an der FAU Erlangen
  • Pioniere an der Hochschule Bremen

MEDIEN UND MATERIALIEN

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