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Meldungen 11.02.2019 08:34 Alter: 71 Tage

Haben Sie sich schon an der Briefaktion pro Akademisierung beteiligt?

Logopädinnen und Logopäden machen sich für die Akademisierung stark. (Bild: ©Markus Mainka – fotolia.com)

Eine Projektgruppe, bestehend aus Janina Heils, Hanna Holl und Anna Kuttenreich, initiierte mit einer Kick-off Veranstaltung am 29. Januar 2019 eine Briefaktion mit dem Ziel, ein deutliches Zeichen für das primärqualifizierende Studium auf Hochschulniveau für die gesamte Berufsgruppe der Logopädie/Sprachtherapie zu setzen.  

Bislang bestimmen Heterogenität und Undurchsichtigkeit die vielfältigen Ausbildungswege, um in der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie tätig sein zu können. Die Praktizierenden unterscheiden sich nicht nur in ihrer Namensgebung, auch die Abschlüsse und Bildungswege sind vielfältig. Die Bereitschaft, die Berufsgesetze neu zu verfassen, sei politisch vorhanden, so Dietlinde Schrey-Dern, ehem. dbl-Präsidentin und berufspolitische Expertin, und verweist auf Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit. Das Ziel ist ein primärqualifizierendes Studium, fügt sie hinzu.

Mit einem Hochschulstudium werden Studierenden befähigt, die Auswahl von Diagnostik und Therapie evidenzbasiert zu treffen und ihre Ergebnisse in einem wissenschaftlichen Kontext aufzubereiten und zu reflektieren. Wir sind wissenschaftlich reflektierte Praktiker/innen, so Masterstudentin und Mitinitiatorin der Bierfaktion Hanna Holl. Eine Bachelorqualifikation hat keineswegs die Abschaffung oder Minderung des praktischen Anteils der Ausbildung zur Folge, sondern fungiere als Ergänzung. Durch die Primärqualifikation auf Hochschulniveau soll außerdem eine bessere Eingruppierung der Logopädie/ Sprachtherapie in das Gefüge der Tarife der Länder erlangt werden. Der Verweis auf die achtstufige Skala des deutschen Qualifikationsrahmens, in dem die logopädischen Leistungen in Deutschland auf Stufe 4 zu verorten sind, jedoch im Kontrast dazu europaweit auf Niveaustufe 6 eingeordnet werden, verdeutlicht mit Nachdruck die Notwenigkeit der Akademisierung in Deutschland.  

Anstoß für die deutliche Positionierung pro Akademisierung mit einem Schreiben an das Bundesministerium für Gesundheit, Jens Spahn und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gab die Ende 2018 durchgesetzte Ausbildungsvergütung – eine schnelle durch anscheinend wenig Informationen geprägte Entscheidung, die aus Sicht des Gesundheitsministers die Berufsgruppe sowie das Interesse am Ausbildungsberuf stärken soll. Als Zementierung der Ausbildungsstrukturen und somit als Rückschritt für die Branche bezeichnen es viele Praktizierende, Dozenten und Studierende. Sie befürchten, dass eine primärqualifizierende Hochschulausbildung und somit eine höhere Wertschätzung der Logopädie/Sprachtherapie nun in weite Ferne rückt. Neben der zu Beginn herrschenden Euphorie gegenüber der Ausbildungsvergütung prägten Zweifel, Verwirrung und Unsicherheit die Gedanken der Studierenden: Viele Fragen, wenig eindeutige Antworten.

Die Idee der Briefaktion: Alle in der Logopädie/Sprachtherapie tätigen Personen und Unterstützer/innen der Berufsgruppe unabhängig von der beruflichen Position oder Berufsgruppe, sprechen sich schriftlich für die Akademisierung der Logopädie/ Sprachtherapie aus. Hierfür stellt die Projektgruppe eine Briefvorlage zur Verfügung, die individuell abgeändert werden darf. Die Briefe sind adressiert an die zuständigen Ministerien Bundesministerium für Gesundheit, z. Hd. Herrn Jens Spahn und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des betreffenden Bundeslandes des Absenders.

Der Absender wird gebeten den Versand außerdem mit Fotos zu dokumentieren und diese auf den sozialen Medien, wie Facebook, Instagram oder Twitter mit den folgenden Hashtags zu veröffentlichen: #logopädieproakademisierung, #meinbrieffürdieakademisierung, #briefefürdasministerium, #logopädiehochschulischjetzt.

Weitere Informationen werden über die o.g. sozialen Medien sowie über die Korrespondenzadresse der Projektgruppe briefaktionakademsierung @ web.de zur Verfügung gestellt.

Von: GS/kabe