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Meldungen 21.12.2018 11:35 Alter: 26 Tage

Hamburg plant Schulgeld für Gesundheitsberufe abzuschaffen

Hamburg will die entgeltfreie Ausbildung voraussichtlich ab Januar gewährleisten. (Foto: ©Ioana Davies (Drutu) - Fotolia.com)

Nachtrag vom 8. Januar 2019: Eine Förderung aus Landesmitteln ist, sofern keine andere Lösungen zur Finanzierung der Ausbildungsplätze vorher erfolgen wird, für den Beginn des Schuljahres 2019/2020 geplant. Dies geht aus dem Antrag der SPD Bürgerschaftsfraktion Hamburg vom 2. Januar 2019 hervor.

Unter diesem Titel wurde heute im NDR verkündet, dass nun auch in Hamburg im kommenden Jahr die entgeltfreie Ausbildung für Gesundheitsberufe umgesetzt werden soll (dies berichtete ebenso das Hamburger Abendblatt am 20. Dezember 2018). Bislang hatte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks auf die Koalitionsvereinbarungen von März 2018 verwiesen, in der die Abschaffung des Schulgeldes für die Gesundheitsberufe vereinbart worden war, die mit Unterstützung des Bundes erfolgen sollte. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte in seinen Eckpunkten im September die Umsetzung der Schulgeldfreiheit aufgenommen.

Nun wird das Land Hamburg die entgeltfreie Ausbildung (voraussichtlich) ab Januar gewährleisten, zunächst befristet auf zwei Jahre und mit Blick und Verweis auf bundeseinheitliche Regelungen, die aufgrund der Koalitionsvereinbarungen noch zu erfolgen haben. Hamburg folgt damit dem Beispiel von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, in denen in den vergangenen zwei Monaten die entgeltfreie Ausbildung in den Gesundheitsberufen seitens der Länder ermöglicht wurde.

Wer von der entgeltfreien Ausbildung profitieren wird und wie genau sich der Sachverhalt darstellt, ist noch nicht bekannt. Im Januar wird es dazu eine Beratung im Rahmen der Bürgerschaftssitzung geben.

Der dbl begrüßt nach wie vor, dass sich die Länder zunehmend mit der Finanzierung der Ausbildung in den Gesundheitsberufen auseinandersetzen und sie die Kosten entweder ganz oder zum Teil übernehmen, um die Patientenversorgung zu sichern und dem bestehenden Fachkräftemangel zu begegnen. Der dbl fordert die Entgeltfreiheit für die hochschulische Ausbildung zu übernehmen, sowie es auch in anderen Gesundheitsberufen schon lange der Fall ist.

A. Pula-Keuneke, Referat Bildung

Von: GS/kabe

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