Sie befinden sich hier: Startseite > Service > Meldungen > Einzelansicht 

Meldungen

Meldungen, Sprachstandserhebung/Sprachförderung, Sprich-mit-mir 30.05.2014 11:47 Alter: 4 Jahr(e)

Konsensuspapier zu Sprachstandserhebungen und Sprachförderung

Forderung bundeseinheitlicher Kriterien

Im Konsensapapier wird die Schulung der Fachkräfte in alltagsintegrierter Sprachförderung als Kernkompetenz der Erzieherinnen gefordert. (Foto: © Monika Adamczyk - Fotolia.com)

Nach gemeinsamen Beratungen zwischen Kinderärzten, Öffentlichem Gesundheitsdienst, Logopäden, Sprachheilpädagogen und akademischen Sprachtherapeuten wurde ein gemeinsames Konsensuspapier zu "Sprachstandserhebung und Sprachförderung in Kindertagesstätten" verabschiedet, das in Magdeburg anlässlich der Jahrestagung des Berufsverbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst (BVÖGD) der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Zentrales Anliegen der Vertreter von bvkj (Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte), ÖGD (Öffentlicher Gesundheitsdienst), dgs (Deutsche Gesellschaft für Sprachheilpädagogik), dbl und dbs (Deutscher Bundesverband der akademischen Sprachtherapeuten) ist es, Vorschulkinder mit Sprachentwicklungsstörungen frühzeitig zu entdecken, um sie "so früh wie möglich einer gezielten, fachlich differenzieren Diagnostik und spezifischen Therapie" zuzuführen.

Dementsprechend wurden im vorliegenden Konsensuspapier Handlungsempfehlungen zur Einführung bundeseinheitlicher Sprachscreenings zu unterschiedlichen Entwicklungszeitpunkten, zum Einsatz einer differenzierten Sprachdiagnostik und zu bundeseinheitlichen Kriterien an eine qualitätsgerechte Sprachförderung abgestimmt.

Die Differenzierung zwischen Sprachförderung und Sprachtherapie ist dabei eine wesentliche Grundlage des Konsenses, denn Kinder mit Verdacht auf eine Sprachentwicklungsstörung  "haben ein Recht auf eine differenzierte Diagnostik"   und auf eine "adäquate Versorgung im Rahmen der geltenden Heilmittelrichtlinie (…)." Um dies zu garantieren ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Bildungs- und Gesundheitswesen unverzichtbar.

Sprachförderung sollte in allen Bundesländern durch eine "personell ausreichende Ausstattung der Kindertageseinrichtungen und die entsprechende Qualifikation der Fachkräfte" sichergestellt werden. Die Schulung der Fachkräfte in alltagsintegrierter Sprachförderung wird als Kernkompetenz der Erzieherinnen gefordert und entspricht damit den Qualitätskriterien, wie sie der dbl mit seinem Konzept Sprachreich zur Fortbildung von Erzieherinnen seit langem anbietet.

Das nun veröffentlichte Konsensuspapier können Sie am Seitenende downloaden. 

Von: GS/nide

Downloads/Links