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Meldungen 08.11.2018 15:32 Alter: 10 Tage

Wie wirksam sind Stottertherapien?

Neuberufene Professorin der FH Münster startet bundesweite Studie

Neu am Fachbereich Gesundheit der FH Münster: Prof. Dr. Anke Kohmäscher. (Foto: FH Münster/Wilfried Gerharz)

Viele Kinder, die stottern, werden ambulant in einer logopädischen Praxis behandelt. Wie wirksam sind diese Therapien? Das untersucht Prof. Dr. Anke Kohmäscher jetzt in einer bundesweiten Studie. „Heute wird immer mehr geschaut, welche Maßnahmen nachweisbar wirksam sind – meistens aus Kostengründen. Vor diesem Hintergrund ist unser Forschungsprojekt sehr praxisrelevant“, sagt die Wissenschaftlerin, die seit September die neu geschaffene Professur für Therapiewissenschaften am Fachbereich Gesundheit der FH Münster innehat.

In den nächsten drei Jahren wird sie mit einem Projektteam die sprachliche Entwicklung von mehr als 50 Grundschulkindern beobachten, die wegen Stotterns in Behandlung sind. Kooperationspartner ist die Uniklinik RWTH Aachen, der Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) finanziert die Studie. Die Professorin plant auch, Studierende mit Bachelor- und Masterarbeiten einzubinden. „Ich hoffe, dass meine Begeisterung für Praxisforschung auf sie ausstrahlt.“

Stottern ist schon seit vielen Jahren der fachliche Schwerpunkt der promovierten Logopädin. „Es ist eine unglaublich komplexe, vielschichtige Störung, mit der die Betroffenen sehr unterschiedlich umgehen. Das erfordert wiederum viele unterschiedliche Behandlungsansätze – eine große Herausforderung für Therapeuten“, sagt die 40-Jährige, die im niederländischen Nijmegen sowie in Aachen studiert hat und in mehreren Praxen tätig war. Für ihre Doktorarbeit entwickelte sie ein Messinstrument, anhand dessen der Therapieerfolg bei unterschiedlichen Behandlungsansätzen für stotternde Erwachsene aufgezeigt werden kann.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt „PMS KIDS“

Von: (GS/Feit)

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