Sie befinden sich hier: Startseite > Service > Meldungen > Einzelansicht 

Meldungen

Meldungen 16.01.2018 10:00 Alter: 278 Tage

Weiterhin Kontakt zu den Bundestagsabgeordneten durch LogopädInnen aus dem Rhein-Sieg-Kreis

Foto: Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB, CDU (Bildmitte) im Gespräch mit Logopäde Andreas Holzäpfel und einer Kollegin aus dem Rhein-Sieg-Kreis.

Wie vor vier Monaten bereits berichtet, haben 70 Logopädinnen und Logopäden aus der Region Bonn/Rhein-Sieg-Kreis verbändeübergreifend Kontakt zu den hiesigen BundestagskandidatInnen und -abgeordneten aufgenommen, um über die prekäre Situation unseres Berufes und unsere konkreten Sorgen bei der Berufsausübung zu sprechen. Es konnten damals schon einige sehr persönliche Gespräche durchgeführt werden.

Frei nach dem Motto „nach der Wahl ist vor der Wahl“ wurden die Kontakte zu den jeweiligen VertreterInnen aufrechterhalten. Auch konnten vier weitere GesprächspartnerInnen gefunden und getroffen werden:
- Alexander Graf Lambsdorff, MdB (FDP)
- Sebastian Hartmann, MdB (SPD)
- Karsten Möring, MdB (CDU) und
- Elisabeth Winkelmeier-Becker, MdB (CDU).

Den Logopädinnen und Logopäden boten die Politiker/innen ein bis zwei Stunden Zeit, um über ihre Anliegen, Sorgen und Befürchtungen zu sprechen, in denen sie aufmerksam zuhörten und interessierte Nachfragen stellten. Je nach Informationsstand der Politiker/innen wurde ein mehr oder weniger großer Teil der zur Verfügung stehenden Zeit auf die Beschreibung unseres vielseitigen Berufsbildes und des therapeutischen Alltags verwendet. Als weitere Inhalte wurde thematisiert:

  • das niedrige Einkommen (dem die hohen Ausbildungskosten gegenüberstehen) und die steigenden bürokratischen Belastungen ohne Refinanzierung,
  • die sich daraus ergebende sinkende Attraktivität des Berufes sowie der damit verbundene und weiter zunehmende Fachkräftemangel,
  • die teils auch schon vor Ort bestehende und wachsende Unterversorgung der Bevölkerung mit logopädischen Leistungen und
  • die drohende Altersarmut für alle, die in unserem Beruf arbeiten.

Die Problematik der Grundlohnsummenbindung bei den Verhandlungen der GKV-Vergütungssätze wurde ebenso dargelegt sowie die zwingende Notwendigkeit, diese auch nach 2020 weiter auszusetzen oder – noch besser – gänzlich zu streichen.

Die Rückmeldungen und Fragen während der Gespräche und spätere, weitere telefonische und schriftliche Kontakte verdeutlichten, dass wir unsere schwierige Situation nachvollziehbar und für die Politiker/innen greifbar machen konnten. Die Antworten zeigten uns, dass Sie uns ernst nehmen und für uns etwas bewegen wollen.

Einen Tag nach dem Gespräch mit Frau Winkelmeier-Becker kam am 12. Januar bereits mittags der Anruf ihres Wahlkreisbüroleiters, der mitteilte, dass sich CDU/CSU und die SPD als gemeinsames Ziel in den Sondierungsgesprächen gesetzt haben, die Ausbildung aller Heilberufe kostenfrei zu ermöglichen.

Andreas Holzäpfel

Von: (GS/Feit)

Downloads/Links