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Meldungen 05.03.2018 11:56 Alter: 286 Tage

Transparenzvorgaben, Kassenverhandlungen, Grundlohnsummenabkoppelung

dbl-Bundesvorstandsmitglied Frauke Kern trifft BMG-Referatsleiter Andreas Brandhorst

Tauschten sich aus: (v.l.) BMG-Mitarbeiterin Frau Krogmann, Bruno da Silva-Alves und Frauke Kern (dbl) mit BMG-Referatsleiter Andreas Brandhorst.

Anlässlich der Diskussion über die Umsetzung der im HHVG verankerten Transparenzregelung hat Frauke Kern, im dbl-Bundesvorstand für die Belange der Freiberufler zuständig, das Gespräch mit Andreas Brandhorst gesucht. Gemeinsam mit Bruno da Silva-Alves vom dbl-Rechtsreferat traf sie den Leiter des u.a. für die Heilmittelversorgung zuständigen Referates 228 und seine Mitarbeiterin Frau Krogmann am 20. Februar 2018 im Bundesgesundheitsministerium zu einem Informations- und Meinungsaustausch.

Neben dem Thema Transparenzvorgaben konnte auch der Stand der Kassenverhandlung und Schiedsverfahren nach Inkrafttreten des HHVG, die Notwendigkeit der langfristigen Abkopplung der Preisentwicklung von der GLS, der Direktzugang und die Notwendigkeit der zukünftigen Akademisierung aller in unserem Beruf ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen zur Sprache gebracht werden.

Unsere Argumente für die dauerhafte Abkopplung von der GLS, insbesondere zur Erreichung der Ziele Ost-West-Angleich und "Auskömmlichkeit" der Vergütung, konnte Herr Brandhorst gut nachvollziehen. Unsere Erläuterungen der aktuellen Abschlüsse mit den Kassen (i.d.R. Verteilung auf drei Jahre, oft sehr geringe Ausgangsbeträge) trugen dazu bei, ein realistisches Bild der Vergütungsentwicklung zu ermöglichen. So wurde nachvollziehbar, dass die Preise in vielen Regionen trotz Erhöhungen von bis zu 30% teilweise immer noch nicht wirtschaftlich auskömmlich sind - und die Lohnproblematik für in Praxen angestellten Kolleginnen und Kollegen sich deshalb auch noch nicht relevant entspannt hat.

Auf Nachfragen sprachen wir uns erneut für den Direktzugang und gegen die Blankoverordnung aus. Die Blankoverordnung bringe für die Logopädinnen und Logopäden keine Veränderungen. Das liege daran, dass wir die Logopädinnen und Logopäden die fachlichen Voraussetzungen bereits mitbringen. Die logopädische Diagnostik ist fester Bestandteil der Ausbildungs- und Prüfungsordnung und fest in unserer Arbeitsweise verankert. Die logopädische Diagnostik wird von uns unabhängig und eigenverantwortlich durchgeführt und zwar ergänzend zur ärztlichen Diagnostik. Mit einem Blick auf die notwendige Novellierung des Berufsgesetzes machten wir auch deutlich, dass der Direktzugang schnell eingeführt werden könne, nicht erst nach Abschluss der Modellphase zur Erprobung der akademischen Ausbildung.

Der Referatsleiter konnte unsere Argumente in den verschiedenen Themen nachvollziehen. Insbesondere begrüße er die erfreulich gute Zusammenarbeit mit den Sprachtherapieverbänden und mit dem GKV-Spitzenverband, so Andreas Brandhorst. Er erlebe die Logopädie/Sprachtherapie als sehr konstruktive und kooperative Partner.

Nach dem gut einstündigen Gespräch, das in sehr angenehmer und entspannter Atmosphäre stattfand, wurde vereinbart, über die weitere Entwicklung und über den Verlauf der Kassenverhandlungen im Gespräch zu bleiben.

Frauke Kern (dbl-Bundesvorstand)

Von: (GS/Feit)

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