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Meldungen 29.10.2018 12:50 Alter: 205 Tage

Premiere in Köln: "Klang der Stimme" begeistert das Kinopublikum

Noch schnell Freikarten für dbl-Mitglieder gewinnen

Anita Hoffmann (Mitte), eine der glücklichen Gewinnerinnen von zwei dbl-Freikarten für die Premiere (mit dbl-Präsidentin Dagmar Karrasch und Holger Recktenwald, Geschäftsführer von mindjazz pictures) - Foto: mindjazz pictures/Maren Kirsch

Dagmar Karrasch und dbl-Geschäftsführer Björn Hammel im Gespräch mit Ina Hagenau, Sängerin und Stimmtrainerin - Foto: mindjazz pictures/Maren Kirsch

Sonja Hofmann moderierte die Gesprächsrunde, an der auch Dagmar Karrasch (Mitte) teilnahm - Foto: mindjazz pictures/Maren Kirsch

Am Sonntag war es soweit, der Dokumentarfilm "Klang der Stimme" hatte Premiere im Kölner Programmkino Odeon. Im Vorfeld hatte der dbl unter seinen Mitgliedern zehn Freikarten verlost und die glücklichen Gewinnerinnen sahen einen in jeder Hinsicht sehenswerten Film.

Vier Protagonisten - eine filmische Annäherung an das Mysterium Stimme

Der Film beginnt mit faszinierenden MRT-Bewegtbildern eines Schädels im Profil. Sie zeigen Zunge, Kehlkopf und Luftröhre einer Sängerin, die gerade eine Arie singt. Verantwortlich für die Aufnahme ist der Freiburger Facharzt für HNO und Phoniatrie Matthias Echternach, der mit wissenschaftliche Methoden dem Geheimnis der Stimme auf den Grund gehen möchte. So sind wir dabei, wenn Echternach versucht zu verstehen, wie die Frau mit der höchsten Stimme der Welt es schafft, diese Tonhöhen zu produzieren. Um es vorwegzunehmen: Es gelingt ihm nicht ganz! Aber seine Neugierde steckt an und es macht Spaß, ihm bei seiner Forschungsarbeit zuzusehen.

Nach und nach werden in dem Dokumentarfilm des Regisseurs Bernhard Weber weitere Protagonisten vorgestellt, die alle auf ihre Art mit Leidenschaft Möglichkeiten und Wirkungen von Stimme ausloten.

Da ist zum einen Andreas Schaerer, der schon seit seiner Kindheit mit seiner Stimme experimentiert, täuschend echt Instrumente und Alltagsgeräusche imitiert und mit wechselnden Musikern auf der Bühne steht. Zum anderen die Sopranistin Regula Mühlemann, die auf der Suche nach dem perfekten 360-Grad-Klang ist. Berührend mit anzusehen ist ihre Anspannung und der Druck, der auf ihr lastet, als sie in einer Kirche mit einem Orchester eine CD aufnimmt und was dies mit ihrer Stimme macht. In dieser Situation wird jedem Zuschauer klar, dass Stimme auch ganz stark davon abhängt, wie man sich gerade fühlt und welche Auswirkungen Druck und Stress letztendlich auf die Qualität von Stimme haben.

Der Film erzählt auch von Miriam Helle, der Stimmtherapeutin, die Workshops und Therapien für verschiedenen Personengruppen anbietet. Sie motiviert Kindergartenkinder, bei ihrer Aufführung von Dornröschen die ganze Stärke ihrer Stimme einzusetzen, wenn es darum geht, Gefühle auszudrücken. Sie begleitet ein Paar vor und während der Geburt ihres gemeinsamen Kindes und motiviert sie, über das Summen, Stöhnen und Schreien mit sich selbst in Kontakt zu kommen, "ganz bei sich zu sein".

Der Regisseur Bernard Weber hat bei der Suche nach der Antwort auf Fragen wie "Was geschieht genau mit uns, wenn wir singen? Wieso kann die Stimme derartige Glücksgefühle erzeugen?" insgesamt 200 Stunden Filmmaterial zusammengetragen. Dieses auf 80 Minuten zusammenzuschneiden – man ahnt, dass das kein leichtes Unterfangen war. Dies bestätigte auch einer der Cutter des Films, Dave Leins, in der Gesprächsrunde im Anschluss an die Filmaufführung.

Das Premienpublikum zeigte sich begeistert. dbl-Präsidentin Dagmar Karrasch war beeindruckt, wie es dem Filmteam gelungen ist, intime Momente so gut filmisch einzufangen und zusammenzustellen. Eine Zuschauerin bekundete, dass man den Film zweimal schauen müsse, so dicht sei er. Und eine Logopädin aus dem Publikum meinte: "Was mir besonders gefallen hat, ist, dass sogar der Wissenschaftler sagt, die Stimme sei ein Mysterium. Selbst mit hohem medizinischen und technischen Aufwand kann man die Stimme und wie sie funktioniert nicht in Gänze erklären."

Den letzten Satz hatte eine Zuschauerin, die sich bei dem Filmteam für den tollen Film bedankte und sagte: „Alle Leute, die etwas mit Musik zu tun haben, müssen da rein!"

Wer also diesem Aufruf folgen und den Film sehen möchte, hat hierzu mehrere Möglichkeiten:
Es gibt noch Freikarten für dbl-Mitglieder zu gewinnen. Bitte senden Sie bis Montag, 29. Oktober, 20:00 Uhr eine E-Mail an die dbl-Geschäftsstelle (mit dem Betreff: Klang der Stimme) und unter Angabe Ihres Namens und Ihrer dbl-Mitgliedsnummer. Aus allen Einsendungen werden 5 x 2 Freikarten verlost. Die glücklichen Gewinner/innen werden am Dienstag per E-Mail benachrichtigt. Die Karten werden Ihnen per Post zugesandt.

Ob und wann der sehens- und hörenswerte Dokumentarfilm auch in den Kinos Ihrer Stadt läuft, erfahren Sie hier.

Sondervorführungen möglich
Interessierte Mitglieder in den Landesverbänden können zudem gemeinsam mit Kinos vor Ort und Mindjazz Pictures in größeren Städten Sondervorführungen durchführen und dafür vergünstigte Karten erhalten.

Von: GS/Depel

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