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Meldungen 26.01.2018 11:16 Alter: 207 Tage

NRW: Laumann stellt Schulgeldfreiheit für Auszubildende in den Gesundheitsberufen in Aussicht

Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales in NRW, plant Abschaffung des Schulgeldes für Gesundheitsberufe (Foto: MAGS)

In einem Pressegespräch stellte Karl-Josef Laumann (CDU), Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, die geplanten  Initiativen und Maßnahmen des Ministeriums vor (den Sprechzettel des Pressegesprächs finden Sie unten am Seitenende zum Download). Unter anderem kritisierte er die derzeitige Situation der Auszubildenden in den Gesundheitsberufen, die ihre Ausbildung selbst zahlen müssen und stellte die Abschaffung des Schulgeldes in Aussicht. Bis Ende Januar werden daher die Bezirksregierungen befragt, wie hoch die jeweiligen Ausbildungskosten an den entsprechenden Berufsfachschulen sind. Das Ministerium will dann bis zum Sommer dieses Jahres ein Handlungskonzept erarbeiten. In den Haushalt von Nordrhein-Westfalen wurden bereits 15 Millionen Euro für die Schulgeldfreiheit eingeplant.

Minister Lauman wies des Weiteren drauf hin, dass die Modellstudiengänge für Pflege- und Gesundheitsberufe erfolgreich seien und einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten. Bis Juli 2018 werden die Landesgesetze an die neuen Bundesvorgaben angepasst werden. Ab dem Wintersemester 2018/2019 sollen neue Modellstudiengänge in NRW beginnen können.

Das Thema der Schulgeldfreiheit hat seit vergangenem Jahr zunehmend an Fahrt aufgenommen. Der dbl setzt sich engagiert dafür ein und hat dies auch in seinen Wahlprüfsteinen 2017 aufgenommen. Die Parteien haben die Anfrage des dbl in den Wahlprüfsteinen alle positiv beantwortet und wollen sich für die Schulgeldfreiheit einsetzen.

Bekräftigt wurde dieses Anliegen auch bereits im vergangenen Jahr von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) (siehe hierzu auch unsere Meldung vom 23. Juni 2017) und stand auch im Wahlprogramm von CDU/CSU (siehe hierzu unsere Meldung vom 5. Juli 2017).

Dies findet nun auch in den Bundesländern seinen Nachhall, so hat beispielsweise In Niedersachsen die große Koalition die Schulgeldfreiheit in den Koalitionsvertrag aufgenommen (siehe hierzu unsere Meldung vom 24. November 2017) und in Baden-Württemberg finden aufgrund von Änderungen im Privatschulgesetz erste Schritte statt, Änderungen der Schulgeldregelungen auf ihre Umsetzung hin zu beraten.

Der dbl wird die Maßnahmen der Länder kritisch und konstruktiv begleiten und sich weiterhin aktiv für die Schuldgeldfreiheit einsetzen.


Azzisa Pula-Keuneke (dbl-Referat Bildung)

Von: GS/nide