Sie befinden sich hier: Startseite > Service > Meldungen > Einzelansicht 

Meldungen

Meldungen 05.03.2018 10:51 Alter: 286 Tage

Frauke Kern trifft die SPD-Politikerin Bettina Müller

Aktuelle Herausforderungen und Entscheidungen ins Gespräch gebracht

Trafen sich zum Gespräch (von links): Frauke Kern und Bettina Müller.

Am 22. Februar hatte Frauke Kern vom dbl-Bundesvorstand Gelegenheit, die aktuellen Themen unserer Berufsgruppe mit der SPD-Abgeordneten Bettina Müller/MdB in deren Abgeordnetenbüro im Deutschen Bundestag zu besprechen. Insbesondere ging es ihr darum, die SPD über den Stand bezüglich der wirtschaftlichen Situation der Logopädinnen und Logopäden und der wichtigsten weiteren aktuellen Themen zu informieren.

Positiv erstaunt zeigte sich die Abgeordnete darüber, dass es nur so wenige Schiedsverfahren gibt - der VdEK hatte im Vorfeld der Einrichtung dieses Instruments ja vor bundesweiten Schiedsverfahren in alle Richtungen gewarnt. Sie begrüßte die guten Abschlüsse mit den Kassen, doch an dieser Stelle zeigte sich auch, dass es an Hintergrundinformationen zur Einordnung der verhandelten Preise fehlt: Dass nämlich die z.T. 30-prozentige Steigerung nicht darüber hinwegtäuschen darf, dass wir von sehr niedrigen Sockelbeträgen kommen, der Ost-West-Angleich noch lange nicht vollzogen und die Preise in keinem Land wirtschaftlich auskömmlich sind - weder bei den Selbständigen noch bei den Angestellten. Erfreulich war, dass die langfristige Abkopplung der Vergütungsentwicklung von der GLS von der SPD unterstützt wird.
Auch das Thema Akademisierung der Logopädie wurde angesprochen und über den Fortschritt der Diskussion über ein neues Berufsgesetz, die vom Arbeitskreis Berufsgesetz fertig gestellte Rahmenstudienordnung, informiert. Die Schulgeldfreiheit, wird kommen, davon ist die Juristin, die auch eine Ausbildung als Krankenschwester absolviert hat, überzeugt. Aber in der Umsetzung auf Länderebene könne es noch schwierig werden. Zu diesen Ausbildungsthemen soll kurzfristig ein gesonderter Termin vereinbart werden.
Wichtig war auch die Diskussion über die Situation von angestellten Logopädinnen und Logopäden in Krankenhäusern. Angesichts der neuen Regelungen zur Personalbemessung im Pflegebereich könnte sich die Situation für die anderen nicht-ärztlichen Gesundheitsberufe eher noch verschärfen. Dem müssen wir uns mit aller Kraft und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Gewerkschaften entgegenstellen!

Klarstellen konnte Frauke Kern noch einmal die Position des dbl zu den geplanten Blankoverordnung-Modellversuchen. Sie erläuterte, warum wir statt dessen den Direktzugang modellhaft ausprobieren möchten. Wichtig war auch, noch einmal deutlich zu machen, dass wir bereit sind, in diesem Zusammenhang Budgetverantwortung zu übernehmen.

"Insgesamt war dies ein sehr kompaktes und engagiertes Gespräch, das dazu beitragen kann, dass die Politik die Bedürfnisse unserer Berufsgruppe erkennt und in ihrer gesundheitspolitischen Planung berücksichtigt. Es zeigt sich, wie wichtig es ist, auf die Besonderheiten der Heilmittelerbringer im Gesundheitssystem immer wieder hinzuweisen - auch auf die  Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Logopädie im Vergleich zu den anderen Heilmittelberufen. Hierzu hat dieses Gespräch uns ein gutes Stück weiter gebracht", resümmiert Frauke Kern.

Frauke Kern (dbl-Bundesvorstand)

Von: GS/mage

Downloads/Links