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Meldungen, Kongress 2018 27.06.2018 13:59 Alter: 271 Tage

36 Meter für Jens Spahn

36 Meter Papier – so viel Raum nehmen die Botschaften, die Kongressbesucherinnen und -besucher in Bielefeld für Gesundheitsminister Jens Spahn verfasst haben, in Anspruch. Die beiden Papierrollen passen ausgerollt nicht in den Flur der dbl-Geschäftsstelle.

Insgesamt sind 134 Botschaften zusammengekommen. Hierfür sei insbesondere Gudrun Falkenberg, 1. Landesverbandsvorsitzende Sachsen-Anhalt, für ihr Engagement gedankt. Es werden viele Sorgen und Probleme von Logopädinnen und Logopäden thematisiert. Einige Beispiele (Weitere Botschaften können Sie den Bildern entnehmen.):

"Bitte nehmen Sie die Sorgen unserer Berufsgruppe ernst! Nicht sprechen oder schlucken zu können sind für unsere PatientInnen Dinge, die sie in der Lebensqualität stark beeinträchtigen. Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich nicht verständigen, würden sich bei jedem Bissen verschlucken, verstehen ihr Gegenüber nicht… Für die Verbesserung dieser Einschränkungen brauchen Sie uns! […]"

"Nach 20 Jahren als Logopädin mit sehr bescheidenem Einkommen überlege ich, zurück in meinen Erstberuf zu gehen – um als Lehrerin einen gut bezahlten Halbtagsjob zu haben. Das muss sich ändern; die Versorgung der Patienten ist durch die Berufsflucht gefährdet!"

"Wir als Therapeuten sind nicht von der Wirtschaft abhängig und bringen somit kein Geld ein, aber ohne uns könnten weniger Menschen in der Wirtschaft arbeiten."

"Würden Sie LehrerInnen an Fachschulen ausbilden lassen? Nein? Logopädie ist nicht weniger anspruchsvoll als das Lehramt! Akademische Qualifizierung für alle Logopädinnen, das ist schon seit langem mein Wunsch, keine 80/20-Regelung. Und: Ich möchte meine Mitarbeiterinnen angemessen bezahlen können. Weil sie es verdienen und weil ich weiterhin Kolleginnen für meine Praxis finden möchte. Der Bedarf ist da!"

"Ich therapiere Menschen im Alter von 0-100 Jahren! (Mein ältester Patient war 102 Jahre!) Die Logopädie wird immer bedeutender und wichtiger – in jedem Alter! Und schon jetzt fehlen dringend benötigte Therapeuten – besonders auf dem Land. Wir tragen in der Therapie eine große Verantwortung, darum benötigen wir: Akademisierung, eine angemessene Vergütung und Anerkennung.!"

Wie geht es weiter?

Die Rollen wurden an Frauke Kern, Mitglied im dbl-Bundesvorstand, übergeben. Bei ihrem nächsten Termin im Gesundheitsministerium wird sie die Botschaften Jens Spahn überreichen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Von: GS/mage

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