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Meldungen 04.09.2017 11:09 Alter: 76 Tage

Arbeitskreise: Kurzberichte von den Treffen im Rahmen des dbl-Kongresses

Auch in diesem Jahr trafen sich im Rahmen des dbl-Kongresses in Mainz verschiedene Arbeitskreise, in denen unterschiedliche fachliche Themen von interessierten Kolleginnen und Kollegen diskutiert und konkrete selbstgesteckte Aufgaben und Ziele gemeinsam verfolgt werden. Die Leiter/innen der Arbeitskreise haben den Stand der Dinge nachfolgend kurz zusammengefasst.

Foto: © Jürgen Priewe - Fotolia.com

AK Aphasie
Der Arbeitskreis Aphasie hat sich vom ersten Treffen an die Aufgabe gestellt, Materialien zur Erfassung von Teilhabe- und Aktivitätszielen auf der Basis der ICF zu erstellen. Inzwischen ist dazu die Broschüre „Aphasie – Wort für Wort zurück ins Leben“ entstanden, in der beispielhaft für fünf Teilhabebereiche Aktivitätsziele definiert worden sind. Die Broschüre kann kostenlos vom Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker in Würzburg bezogen werden. Von der Broschüre ausgehend ist in den letzten Arbeitskreistreffen „FATMA“ entwickelt worden, bei dem es sich um ein bildgestütztes Zielsetzungsinstrument zur Bestimmung von Aktivitätszielen handelt. FATMA besteht aus den neun ICF-Teilhabekapiteln, denen jeweils drei prototypische Aktivitäten zugeordnet worden sind. Damit enthält FATMA insgesamt 27 Aktivitäten. Für die Aktivitäten sind Bilder erstellt worden, damit FATMA auch bei Personen mit einer ausgeprägten Aphasie eingesetzt werden kann. Jedes Bild ist mit einem Satz versehen worden, der die Aktivität beschreibt. Unterhalb des Satzes ist eine vierstufige visuelle Ratingskala abgebildet, mit deren Hilfe angegeben werden kann, wie wichtig die jeweilige Aktivität für eine betroffene Person ist.
Der Arbeitskreis hat FATMA in zweifacher Hinsicht evaluiert. Zum einen ist die Güte der Bilder beurteilt worden. Zum anderen ist eingeschätzt worden, ob die gewählten Aktivitäten für einen bestimmten Teilhabebereich tatsächlich prototypisch sind. An der Evaluation haben gut 120 Versuchspersonen ohne Sprachstörung und knapp 30 Personen mit einer Sprachstörung teilgenommen. Als Ergebnis sind eine Reihe von Bildern aufgrund mangelnder Qualität und einige Aktivitäten aufgrund fehlender Prototypikalität ausgetauscht worden. Beim letzten Treffen des Arbeitskreises im Rahmen des dbl-Kongresses im Juni 2017 in Mainz konnte nach Abschluss der Evaluation die revidierte Form von FATMA präsentiert werden. Geplant ist, FATMA im Rahmen des nächsten dbl-Kongresses vorzustellen. Geplant ist außerdem, erste Erfahrungen mit FATMA bei der Definition von Aktivitätszielen zu sammeln.
(Holger Grötzbach für den AK Aphasie)

AK Demenz
Der AK Demenz hat sich auch in diesem Jahr anlässlich des dbl-Kongresses im Juni 2017 in Mainz getroffen. Wir konnten unsere inhaltlichen Schwerpunkte aktualisieren und folgende Arbeitsziele für das kommende Jahr formulieren:

  • der bisherige Entwurf des Positionspapiers „Sprache / Kommunikation bei Demenz und Dysphagie bei Demenz“ wird aktuell überarbeitet und in gekürzter Version als Positionspapier herausgegeben;
  • die ausführlichen Inhalte sollen dann als Artikel veröffentlicht werden;
  • die Aktualisierung der Literaturliste.

Außerdem erging die Anfrage an uns, ob der AK Demenz Vortragstätigkeiten im Rahmen des Kongresses der Deutschen Alzheimer Gesellschaft in Weimar (2018) anbieten kann. Gerne würden wir einen Block zum Thema „Logopädie und Demenz“ gestalten.
In diesem Jahr hat Frau Hübner (Frankfurt a.M. und Heidelberg) die Organisation und Leitung des AK Demenz von Frau Grün (Hamburg) übernommen.
(Monika Hübner für den AK Demenz)

AK Hörstörungen
Im Rahmen des dbl Kongresses im Juni 2017 in Mainz wurden das Poster und der Vortrag gut besucht und es ergaben sich viele Gespräche über die Organisation und Arbeitsschwerpunkte des Arbeitskreises (AK). Seit dieser Zeit wächst der AK und zählt nun bislang 9 Mitglieder, die aktiv ihr Wissen und ihre Erfahrungen hineinbringen möchten. Anstehende Projekte wie der neue Flyer zur "Beratung und Unterstützung für Eltern von Kindern mit Hörschädigungen" wird ein Schwerpunktthema für das kommende Jahr sein. Ich freue mich über das Engagement aller und auf die anstehenden spannenden Projekte.
(Dr. Bianka Wachtlin für den AK Hörstörungen)

AK Kindersprache
Im kleinen Kreis traf sich dieses Jahr der Arbeitskreis Kindersprache während des dbl-Kongresses 2017, um über neue Impulse für den Arbeitskreis zu sprechen. Zwei Schwerpunkte können dabei die forcierte Literaturarbeit im Rahmen eines "Journal Clubs" sowie die Zusammenfassung frei zugänglicher Artikel als Steckbrief für die Homepage "www.evidenssst.org" sein. Über einen E-Mail-Verteiler und angebotene Telefonkonferenzen besteht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises regelmäßig die Möglichkeit, im Austausch zu aktuellen Themen aus der Praxis und Forschung zu sein.
(Swetlana Christoph für den AK Kindersprache)

AK Stimme
Leider tagte der diesjährigen Arbeitskreis Stimme mit nur sehr wenigen Teilnehmenden. Schwerpunktthema war die neue S2-Leitlinie Stimme. Prof. A. Keilmann, PD Dr. S. Voigt-Zimmermann, Prof. U. Beushausen, Dr. M. Brockmann-Bauser und Prof. K.-H. Stier bearbeiten dafür die therapeutischen und logopädisch-diagnostischen Themen. Vorgespräche dazu fanden statt. Ein nächstes Leitlinientreffen findet im Rahmen der 34. Jahrestagung der DGPP in Bern statt.
(Prof. Dr. Karl-Heinz Stier für den AK Stimme)

AK Tiergestützte Therapie
Am 16.06.2017 traf sich der Arbeitskreis „Tiergestützte Therapie“ im Rahmen des dbl-Kongresses ein erstes mal. So klein die Runde mit fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch war, so konstruktiv war die Diskussion. Im Mittelpunkt stand der Wunsch, dass diese Therapieform durch mehr Professionalität in den Ausbildungsstätten mehr Anerkennung in der logopädischen Arbeit findet. Hieran soll in den nächsten Treffen im Rahmen der dbk-Kongresse gearbeitet werden, damit auch konkrete Resultate folgen können. Wer Lust hat mitzuarbeiten, ist herzlich willkommen.
(Annika Rugen und Agnes Habenicht für den AK Tiergestützte Therapie)

Von: (GS/Feit)

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