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Meldungen 13.09.2018 10:34 Alter: 65 Tage

Aktion: Entgeltfreiheit Niedersachsen 2019

Anfang September 2018 trafen sich auf Initiative von Katja Becker, Leiterin der Schule für Logopädie Osnabrück, sechs Vertreterinnen von Logopädiefachschulen sowie Prof. Hilke Hansen (Hochschule Osnabrück) und Ina Eckardt (2. dbl-Landesvorsitzende) in der Logopädie-Lehranstalt Osnabrück. Ihr Ziel: Bis Ende 2019 soll die entgeltfreie Ausbildung in Niedersachsen durch- und umgesetzt sein!

Freuen sich über ein gelungenes Treffen (v.l. Sandra Peitzmeier (LLA Hildesheim), Katharina Maybaum (LLA Bückeburg), Ronja Lötzer (LLA Ross-Schule Hannover), Katja Becker (LLA Osnabrück), Ina Eckardt (dbl), Hannah Stebel (LLA Oldenburg), Professorin Hilke Hansen (Hochschule Osnabrück) und Judith Wieser (LLA Oldenburg).

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung steht sie schon. Und auch der Koalitionsvertrag der Landesregierung in Niedersachsen sieht sie als politisches Ziel vor: die Schulgeldfreiheit in den Heilmittelberufen. Aber in der Praxis ist – leider – noch alles beim Alten: Nach wie vor zahlen die allermeisten angehenden Logopädinnen und Logopäden, ebenso wie die Auszubildenden in den anderen Heilmittelberufen, hohe Schulgebühren für eine – vom Einkommen her betrachtet – eher bescheidene berufliche Zukunft.

Dies wollen die Logopädiefachschulen in Niedersachsen nicht länger hinnehmen. Deshalb hatte Katja Becker ihre Kolleginnen aus den anderen Logopädiefachschulen in Niedersachsen  am 7. September 2018 nach Osnabrück eingeladen. Mit dabei waren auch die zweite Landesverbandsvorsitzende des dbl, Ina Eckardt, und die Professorin für Logopädie an der Hochschule Osnabrück, Hilke Hansen. Das Ziel: gemeinsam zu überlegen, wie sie dazu beitragen können, dass die von der Politik versprochene, für die zukünftigen Logopädinnen und Logopäden unentgeltliche Ausbildung auch in ihrem Bundesland endlich Wirklichkeit werden kann.

Nach einer ausführlichen Diskussion des aktuellen Standes in Niedersachsen und den möglichen Folgen einer weiteren Verzögerung der Schulgeldfreiheit (u.a. rückläufige Schülerzahlen, sinkende Attraktivität der Therapieberufe, Abwanderung der Studierenden in angrenzende Bundesländer, Fachkräftemangel und die Bedrohung der Existenz der Ausbildungsstätten) verständigten sich die engagierten Logopädinnen über gemeinsame Ziele und Aktionen und erstellten einen ersten Handlungsplan zum Projekt: „Entgeltfreiheit Niedersachsen 2019“.

So werden sich die Teilnehmerinnen in dieser Sache gemeinsam an die Landesregierung wenden, um die Dringlichkeit der Schulgeldfreiheit zu unterstreichen und offene Fragen zur Finanzierung der Ausbildung anzusprechen.
Darüber hinaus wollen sie weitere Zielgruppen als Mitstreiter/innen gewinnen, indem sie über die Bedeutung des Anliegens aufklären und zur Unterstützung aufrufen. So wird beispielsweise auch eine Vertreterin der Logopädie-Lehranstalt Osnabrück am nächsten Treffen des dbl – Landesverbandes Niedersachsen am 6. Oktober 2018 teilnehmen, um das Thema der entgeltfreien Ausbildung und der damit zusammenhängenden Aspekte (beispielsweise die Auswirkungen des Fachkräftemangels für Praxisinhaber/innen) zu diskutieren.
Die einzelnen Schulen informieren ihre Schüler/innen über die Ergebnisse des Treffens und machen den Nachwuchs auf den Handlungsbedarf aufmerksam. „Sicherlich wird es gelingen, viele zukünftige Logopädinnen und Logopäden dazu zu motivieren, sich an der Planung und Durchführung von gezielten Aktionen zu beteiligen“, so Ina Eckardt, die die weitere Entwicklung aus Nordrhein-Westfalen mit großem Interesse beobachten wird, da sie demnächst umziehen wird.
Last but not least wollen die Aktivistinnen sich mit einem Schreiben an den niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne, SPD, wenden, um ihm die Dringlichkeit dieses Anliegens noch einmal deutlich zu machen.

Auch ein nächstes Treffen wurde bereits vereinbart. Es findet in Oldenburg am 11. Januar 2019 statt. Gute Ideen und weitere Mitstreiter/innen sind herzlich willkommen!



Von: (GS/Feit)

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