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Meldungen 12.06.2019 09:49 Alter: 36 Tage

92. GMK fordert bundeseinheitliche Regelung zur Finanzierung der Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen

(Foto: ©vizafoto - Fotolia.com)

Die 92. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) fand vom 05. bis 06. Juni in Leipzig statt. Den Vorsitz, der alljährlich von einem anderen Bundesland übernommen wird, hatte in diesem Jahr das Land Sachsen, vertreten durch Barbara Klepsch, Staatsministerin für Soziales und Verbraucherschutz.

Schwerpunkt der Sitzung bildete das Thema Digitalisierung des Gesundheitswesens. So forderte die GMK in einem Beschluss, einfachere Verfahren, sinnvolle Vergütung und regionale Experimentierräume ein, um die Digitalisierung im Gesundheitswesen voranzubringen. Dabei seien regional angepassten Strukturen notwendig, da städtische Regionen andere Strukturen als ländliche Räume bräuchten, mahnte Barbara Klepsch. Das Potenzial digitaler Lösungen solle genutzt werden, um die medizinische Versorgung flächendeckend sicherzustellen und zu verbessern. Dies bedeute auch, den Zugang zu digitalen Technologien sowohl Patienten als auch Leistungserbringern so leicht wie möglich zu gestalten und geeignete Vergütungs- und Verfahrensregelungen zu finden.

In seinem Beschluss 8.7 forderte die GMK des Weiteren eine bundeseinheitliche Regelung für die Schulgeldfreiheit in den nichtakademischen Gesundheitsfachberufen. Bereits seit vergangenem Jahr wurden in einigen Bundesländern Möglichkeiten zur Entlastung der Ausbildungsteilnehmer/innen in den Gesundheitsfachberufen geschaffen und das Schulgeld zum Teil oder ganz aus Ländermitteln finanziert. Die bundeseinheitliche Regelung, wie im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien vom März 2018 verankert, steht dennoch aus.

Minister Karl-Josef Laumann, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) wies zu Recht auf der GMK darauf hin, dass das Studium z. B. für Ärzte und Apotheker seitens des Staates finanziert wird und dies auch für die Schulgelder für die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen gelten müsse. Der dbl begrüßt die Entwicklungen zum Thema Schulgeldfreiheit und hat sich selbst dazu mehrfach an Ministerien gewandt, um diese nachdrücklich zu fordern. Der dbl fordert darüber hinaus, dass – im Hinblick auf die Ziele für die Logopädie/Sprachtherapie – die hochschulische Ausbildung allein als Regelausbildung zu schaffen für die Zukunft nicht das Thema der Schulgeldfreiheit künftig auch die Finanzierung der hochschulischen Ausbildung und alle Studienkosten übernommen werden.

Für das kommende Jahr hat Berlin den Vorsitz der GMK inne. Das Schwerpunktthema 2020 wird der Zugang zur medizinischen Versorgung in einer vielfältigen Gesellschaft sein.
Alle Beschlüsse der GMK für das Jahr 2019 sind hier einsehbar.

A. Pula-Keuneke, Referat Bildung

Von: GS/kabe

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