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Unterstützte Kommunikation - Grundlage des sozialen Lebens

Alternative Kommunikationsmittel sind eine Chance für Menschen, die aufgrund von angeborenen Beeinträchtigungen (z.B. Bewegungsstörungen aufgrund frühkindlicher Hirnschädigung, Autismus-Spektrum-Störungen, kognitive Einschränkungen bei genetischen Syndromen), erworbenen Schädigungen (z.B. nach Schädel-Hirn-Trauma, Schlaganfall, Querschnitt, Tumorerkrankung), fortschreitenden neurologischen Erkrankungen (Muskeldystrophie, Amyotrophe Lateralsklerose, Parkinson, Demenz, Multiple Sklerose) oder vorübergehend eingeschränkten sprachlichen Möglichkeiten (z.B. durch Beatmung, Entzündungen, Lähmungen, Operationen)  nicht in der Lage sind, in ausreichendem Maße über die Lautsprache zu kommunizieren.  Zudem kann Unterstützte Kommunikation Kindern, die die Schritte der Lautsprachentwicklung nicht altersgemäß durchlaufen, helfen, ihr Bedürfnis nach eigenaktiver Kommunikation zu stillen und besser verstanden zu werden. Dann dient Unterstützte Kommunikation als Brücke in die eigene Lautsprache. Auch für Menschen mit Aphasie kann Unterstützte Kommunikation eine Brücke zurück zur eigenen Sprache sein. Sie kann sowohl zur Überbrückung dienen, bis die eigene Sprache wieder eingesetzt werden kann als auch ein Ersatz für verloren gegangene sprachliche Möglichkeiten sein.  Kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten auch mit Hilfe Unterstützter Kommunikation zu fördern und zu ermöglichen, ist der Logopädie ein wichtiges Anliegen und Ziel logopädischer Intervention.