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Aufklärung und Versorgung von Menschen mit Aphasie

Wortabrufübung mit Alltag-relevantem Bildmaterial bei einer Patientin mit Aphasie (Foto: dbl/Jan Tepass)
Wortabrufübung mit Alltag-relevantem Bildmaterial bei einer Patientin mit Aphasie (Foto: dbl/Jan Tepass)

Jedes Jahr erleiden in Deutschland mehr als eine viertel Million Menschen einen Schlaganfall. Etwa ein Drittel der Patienten leidet danach an einer Sprachstörung (Aphasie).

Die Sprachstörungen können unterschiedliche Bereiche betreffen: die Grammatik, den Wortschatz, das Sprachverstehen. Häufig gelingt auch das Sprechen nicht mehr, da die Planung der Sprechbewegungen nicht möglich ist. Lesen und Schreiben können ebenfalls beeinträchtigt sein.

Aphasien stellen sowohl für die Patienten als auch für deren Angehörige eine enorme Belastung dar, denn das sonst so selbstverständliche kommunikative Miteinander ist erheblich gestört. Soziale Vereinsamung und Depressionen können die Folge sein.

Um nach einem Schlaganfall mit Aphasie aktiv am Alltagsleben teilnehmen zu können, benötigen Betroffene, Angehörige, das schulische oder berufliche Umfeld umfassende Unterstützung. Diese Unterstützung kann vielseitig gestaltet sein. Von der Selbsthilfe – wie sie zum Beispiel der vom Bundesverband für die Rehabilitation der Aphasiker angeboten wird – bis zur logopädischen Therapie reicht das Spektrum des Angebotes.

Als Experten für Sprachtherapie planen Logopädinnen die Aphasietherapie nach einer ausführlichen Diagnostik und dem Abklären von Zielen für den jeweiligen Alltag des Patienten. Mit Hilfe von wissenschaftlich fundierten Therapiemethoden, die individuell auf die Ressourcen des Patienten abgestimmt sind, kann es gelingen, die Sprachfähigkeit zurückzugewinnen oder neue Kommunikationsstrategien einzusetzen. Studien belegen, dass eine früh einsetzende und hochfrequente logopädische Therapie zielführend und erfolgversprechend ist.