Rhinophonien/lalie

Rhinophonien (Näseln) sind Störungen des Stimmklangs und der Artikulation, die durch eine gestörte Nasenresonanz entstehen. Grundsätzlich wird zwischen offenem und geschlossenem Näseln unterschieden. Das offene Näseln wird daran erkennbar, dass zu viel Luft bei der Bildung von Lauten entweicht, während beim geschlossenen Näseln keine Luft über den Nasenraum entweicht, was insbesondere bei den Nasallauten (/m/, /n/ und /ng/) deutlich wird. Die Verständlichkeit der gesprochenen Sprache kann durch eine Rhinophonie bis zur Undeutlichkeit eingeschränkt sein.

Welche Ursachen haben Rhinophonien?

Es können funktionelle und organische Ursachen unterschieden werden.
Zu funktionellen Ursachen zählen z. B. eine nachlässige Artikulation (z. B. das Verschleifen von Konsonanten), Nachahmung von ungünstigen Sprechweisen oder auch die Beibehaltung der Nasalität nach abgeklungenen Lähmungen.
Organische Ursachen können sein, Erkrankungen der Nasennebenhöhlen, Tumore oder auch Lippen-Kiefer-Gaumen-Segel-Fehlbildungen.

Wie werden Rhinophonien festgestellt?

In der Regel stellt ein HNO-Arzt oder ein Phoniater durch Inspektion des Mund-Rachenraums fest, ob eine Rhinophonie vorliegt.

Wie werden Rhinophonien behandelt?

Je nach Verursachung der Störung werden konservative (z.B. Sprechstimmtherapie) und/oder operative Verfahren eingesetzt.

Wohin kann man sich bei Verdacht auf eine Rhinophonie wenden?

Klinische Ambulanzen der HNO und Phoniatrie können ebenso wie niedergelassene Fachärzte eine Untersuchung durchführen.

Weiterführende Informationen

"Forum Logopädie" Fachartikel