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Pressemitteilungen, Meldungen 18.10.2016 12:02 Alter: 2 Jahr(e)

Stottertherapie: so vielfältig wie die Patienten

Logopädenverband fordert zum Welttag des Stotterns mehr Mittel für die Therapieforschung

dbl-Präsidentin Dietlinde Schrey-Dern (© dbl/Jan Tepass)

(Frechen, 18. Oktober 2016) Anlässlich des Welttages des Stotterns am 22. Oktober 2016 erklärt der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl): "Stottern lässt sich gut behandeln. Denn für Menschen, die stottern, bietet die Logopädie eine ganze Reihe effektiver Therapieansätze an."

"Viele wissenschaftlich fundierte Therapiemethoden konnten bislang noch nicht auf höchstem wissenschaftlichen Niveau – das heißt im Rahmen von Wirksamkeitsstudien – untersucht werden", sagt dbl-Präsidentin Dietlinde Schrey-Dern. Ihre Wirksamkeit zeige sich aber in der jahrelangen therapeutischen Praxis. Das Fehlen wissenschaftlicher Untersuchungen zur Wirksamkeit einer Therapiemethode bedeute eben nicht, dass diese Methode nicht wirksam ist, so Schrey-Dern. Es zeige nur, dass diese noch nicht untersucht worden ist. Wichtig sei, dass den Logopäden vielfältige Methoden zur Verfügung stehen, mit denen sie der Vielfalt der Patienten und ihrer individuellen Stottersymptomatik und Stottergeschichte gerecht werden können.

"Wir wollen, dass die Versorgung der Patienten auf hohem Niveau stattfindet und stetig besser wird. Deshalb benötigen wir Methodenvielfalt auch in der Stottertherapie", erklärt die Logopädin. Um diese wissenschaftlich abzusichern und damit auch die Finanzierung individuell angepasster Therapien langfristig sicherzustellen, brauche es eine gezielte Förderung logopädischer Forschung. "Die gesundheitspolitisch Verantwortlichen sind gefordert, hierfür durch die Akademisierung der Logopädieausbildung und durch die Freigabe entsprechender Forschungsmittel die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen", sagt Schrey-Dern.


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Von: GS/mage