Sie befinden sich hier: Startseite > Service > Zeitschrift „Forum Logopädie“ > Aktuelle Ausgabe 

Aktuelle Ausgabe

FORUM Logopädie 2/2017 (31. Jg)

Mitglieder gelangen über den Punkt "Download" (linke Randspalte) oder durch einen Klick auf das Cover zur aktuellen Ausgabe als PDF-Datei.

THEORIE UND PRAXIS


Hartmut Zückner
Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST)
Ein Verfahren zur Erfassung des Desensibilisierungsstatus von stotternden Erwachsenen (6-11)

Abstract lesen

Der Desensibilisierungsfragebogen Stottern (DST) ist ein therapie-orientierter Fragebogen, der den Desensibilisierungsstatus stotternder Erwachsener (ab 18 J.) misst. Er umfasst 26 Items, unterteilt in drei Subskalen. Die Ergebnisse des Gesamtwertes und der drei Subskalen zeigen, wo und wie stark sich psychosoziale Beeinträchtigungen durch Stottern auswirken. Die Subskalen des DST lassen sich drei Bereichen zuordnen: Emotionales Erleben von Stottern, reaktives Verhalten auf Stottern und Einfluss von Stottern auf übergeordnete Lebensbereiche (z.B. Selbstwert). Die über die Normierungsstichprobe ermittelten Daten erlauben eine Einteilung des individuellen Desensibilisierungsstatus durch eine kategoriale Gradeinstufung von „sehr gut desensibilisiert” bis „sehr gering desensibilisiert” für das Gesamtergebnis und die Subskalen. Der DST ist an einer Probandengruppe von 212 stotternden Erwachsenen (145 Männer, 67 Frauen) normiert worden. Die statistische Auswertung der Daten zeigt, dass der DST die erforderlichen Testgütekriterien erfüllt. Der DST kann als Computerversion im Internet durchgeführt werden und ist dort auch als Papier-Bleistift-Version zugänglich: www.desensibilisierungsfragebogen-stottern.de.


Anke Kohmäscher
Lässt sich die Lebensqualität Stotternder (er)messen?
Deutsche OASES-Fragebögen als Ergänzung einer ICF-orientierten Stotterdiagnostik (12-15)

Abstract lesen

Die Lebensqualität stotternder Menschen rückte in den letzten Jahren zunehmend in den Fokus von Wissenschaftlern und Therapeuten. Zu dieser Entwicklung trug unter anderem die Veröffentlichung des Fragebogens OASES (Overall Assessment of the Speaker’s Experience of Stuttering) bei, anhand dessen die Auswirkungen von Stottern auf das Leben Betroffener breitgefächert und ICF-basiert erfragt werden können. Im vorliegenden Artikel wird die Entwicklung des amerikanischen OASES sowie seiner deutschen Übersetzung, die 2016 veröffentlicht wurde, dargestellt. Die Inhalte und der Aufbau der drei OASES-Versionen für unterschiedliche Altersgruppen werden skizziert sowie mögliche Anwendungen in Diagnostik, Therapie und Forschung aufgezeigt.


Viola Bellingen
Wirksamkeit der Padovan-Methode® bei MFS
Studie liefert erste Nachweise zur Wirksamkeit des ganzheitlichen Ansatzes bei myofunktionellen Störungen (16-21)

Abstract lesen

Methoden zur Behandlung myofunktioneller Störungen wurden bislang kaum  evaluiert. Die ganzheitlich orientierte Padovan-Methode. Neurofunktionelle Reorganisation wurde erstmals im Rahmen einer pseudorandomisierten kontrollierten Studie bei zwölf Probanden zwischen sieben und 15 Jahren hinsichtlich ihrer Wirksamkeit bei myofunktionellen Störungen überprüft. Die acht Probanden der Versuchsgruppe erhielten eine elfwöchige Behandlung mit zwei Therapieeinheiten pro Woche. Bei den vier Probanden der Kontrollgruppe wurde lediglich zweimal eine Diagnostik mit einem Abstand von neun Wochen durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen der Versuchsgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe hinsichtlich des Schluckmusters bei Flüssigkeit, der Position der Zungenspitze und -ränder beim Schlucken, bei der Ausführung koordinierter Bewegungsmuster der Zunge und Lippen sowie bei der /s/-Lautbildung.


Ingrid Weng, Günther Storch
Zur Didaktik der teilhabeorientierten Aphasietherapie
Teil 3: Zwei kommentierte exemplarische Therapieeinheiten (22-28)

Abstract lesen

Der vorliegende 3. Teil unseres Beitrags konkretisiert die bisherigen Aussagen
der Teile 1 und 2 anhand zweier exemplarischer Therapieeinheiten zur Arbeit mit Gebrauchstexten sowie zum elementaren Dialog. Diese Therapieeinheiten enthalten zahlreiche Beispiele für kommunikations- und handlungsorientierte Übungen (Komponentenübungen) zu den genannten Übungsbereichen.
Anhand der beiden Übungssequenzen werden didaktische Grundstrukturen bezüglich Funktion und Anordnung der einzelnen Übungsschritte entwickelt – beginnend stets mit der Situierung der Einheit (Einbettung); den Abschluss bilden alltagsbezogene handlungsorientierte Folgeaktivitäten, die sich aus der jeweiligen Übungseinheit ergeben.


Juliane Mühlhaus, Hazel Roddam u.a.
Schmeckt´s?
Evidenzbasierte Praxis in der Logopädie (30-33)

Abstract lesen

Über die Evidenzbasierte Praxis (EBP) in der Logopädie/Sprachtherapie wird viel berichtet, sodass der Eindruck entstehen könnte, dass diese eine sehr feststehende Beschreibung oder ein „Rezept” ist, das jederzeit umgesetzt werden muss. Wir schlagen vor, EBP so zu reflektieren, als wäre EBP ein Experiment in der Küche: Manchmal gehen uns Sachen sehr leicht von der Hand, ein anderes Mal haben wir nicht genau die Zutaten, die wir eigentlich bräuchten. Genau diesen Aspekt haben wir auch mit dem Begriff EBP diskutiert und beschreiben unsere Ideen dazu in den nachfolgenden Abschnitten. Wir möchten Ihnen ein paar Anregungen geben und vielleicht kommen Sie auch ins Gespräch mit Ihren KollegInnen darüber, wie jede von Ihnen EBP betrachtet.


Christine Jahn
Sprache pflegen – Gesundheit stärken
Über den achtsamen Umgang mit Wörtern als wirksamer Beitrag zur Gesundheitsfürsorge und Gesundheitsförderung (34-37)

Abstract lesen

In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Wörter (poetisch auch „Worte”) Reaktionen im Körper erzeugen. So können Wörter, die im Zusammenhang mit Schmerzerfahrungen stehen, die gleiche Wirkung wie der Schmerz selbst haben. Negativ besetzte Wörter werden mit unangenehmen Bildern und Gefühlen in Verbindung gebracht, positiv besetzte Wörter setzen wohltuende und stärkende Impulse. Neben der Schlussfolgerung, dass den Mitgliedern der Berufsgruppen im Gesundheitswesen damit neue Wege und Möglichkeiten der eigenen Gesundheitsfürsorge eröffnet werden, ist der Sprache auch besondere Bedeutung in der Kommunikation mit Patienten und Kollegen beizumessen. Es liegt im Gestaltungsspielraum aller an einer Therapie Beteiligten, durch die bewusste Auswahl von Wörtern positiv auf das Befinden der Patienten und auch auf die Stimmung im Team einzuwirken. Dieser Beitrag gibt einen Einblick in Untersuchungen und Sprachgewohnheiten, die sich innerhalb der Berufsgruppen und in den Institutionen des Gesundheitswesens entwickelt haben und regt dazu an, sich die eigenen Sprachgewohnheiten bewusst zu machen und neue Sprachmuster in den Alltag zu integrieren.

BERUF UND VERBAND

  • Lebenswichtig und nicht immer selbstverständlich: Am Europäischen Tag der Logopädie 2017 geht es um das Schlucken
  • dbl aktiv bei Facebook und Twitter
  • Die eigene Zukunft mitgestalten: Bundesstudierendenvertretung sucht Mitstreiterinnen
  • Willkommen in Mainz! 46. dbl-Kongress 15.-17. Juni in der Landeshauptstadt Mainz
  • dbl-Wissenschaftsförderung: Preisträgerinnen 2017 stehen fest
  • Bewerbungsfrist für dbl-Forschungspreis und den dbl-Nachwuchspreis 2018
  • Der dbl mischt sich ein: Aktuelle berufspolitische Aktivitäten des Verbandes
  • Erfolgreiche Teilnahme des dbl an der TheraPro 2017 in Stuttgart
  • Neue Faltblätter evidenssst.org für Studierende und Praktizierende
  • Alles, was Recht ist: Was macht eigentlich die Berufsgenossenschaft?
  • Die aktuelle Zahl: 1.197
  • Werte im Fokus: Ein Leitbild für den dbl
  • Spam, Viren & Co.: So schützen Sie sich im digitalen Praxisalltag
  • Versorgung stärken mit der Sicherung qualitativ guter Ausbildung?

BILDUNG UND FORSCHUNG

  • Gestern – heute – morgen: 20 Jahre Aachener Kolloquium
  • neolexon gewinnt Posterpreis der GAB
  • Forschung für die Praxis: iPad-App für Sprachtraining
  • Sechs Jahre Promovierendennetzwerk Therapiewissenschaften an der Charité
  • evidenssst.org: neue Flyer
  • Demenz im Krankenhaus: Studienreise nach Norwegen
  • International Summer School in Irland

MEDIEN UND MATERIALIEN

  • Rezensionen
  • Rezensionsangebote
  • Neues in Kürze
  • Zeitschriftenlese

RUBRIKEN

Vorschau
Neues auf der dbl-Website
dbl-Adressen/Beratungszeiten
dbl-Informationsmaterial
dbl-Änderungsmitteilung / Antrag auf Mitgliedschaft
Termine
LeserFORUM
Verschiedenes / Stellenangebote

Als Beilage finden Sie in dieser Ausgabe das Programm für den 46. Jahreskongress des dbl vom 15.-17. Juni in Mainz.