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Rehabilitation ist erforderlich

Rehabilitation ist ein wesentlicher Teil der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Maßnahmen zur Rehabilitation können Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Anspruch nehmen; sie werden sowohl ambulant als stationär erbracht. Unter stationärer Versorgung wird die über mehrere Wochen andauernde Behandlung in Kliniken und Rehabilitationszentren verstanden, bei der der Patient auch nachts und über das Wochenende in der Einrichtung bleibt. Ambulante Behandlungen werden wohnortnah durchgeführt, d.h. die Patienten wenden sich dazu an Therapiezentren oder Kliniken mit entsprechender Ambulanz.

Was bedeutet Rehabilitation?

Unter Rehabilitation werden medizinische und berufsfördernde Maßnahmen verstanden, die dazu beitragen, kranken und behinderten Menschen den Einstieg in das Erwerbsleben zu ermöglichen. Im medizinischen Bereich gehören dazu stationäre Heilbehandlungen in Reha- und Fachkliniken sowie teilstationäre und ambulante Maßnahmen. Die Logopädie ist immer Teil der medizinischen Versorgung im Bereich Rehabilitation, wenn es um Sprach-, Sprech- Stimm,- oder Schluckstörungen geht, wie  z.B. bei Kindern mit Aphasie oder Kindern mit Sprech- oder Schluckstörungen infolge eines Unfalltraumas.

Welche Leistungen können in der medizinischen Rehabilitation in Anspruch genommen werden?

In Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) zur „Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen“ sind in § 26 die Leistungen zur medizinischen Rehabilitation festgelegt. Danach können „ Ärzte, Zahnärzte und Angehörige anderer Heilberufe … unter ärztlicher Aufsicht oder auf ärztliche Anordnung“, d.h. auch die Berufsgruppe der LogopädInnen, eine Behandlung durchführen, wobei die Logopädie in folgenden Bereichen tätig wird:

  • Früherkennung und Frühförderung behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder (ambulant und stationär)
  • Sprachtherapie als Heilmittel in der neurologischen und onkologischen Rehabilitation (ambulant und stationär)

Die Deutsche Rentenversicherung gibt auf Ihrer Internetseite detaillierte Auskunft zur Inanspruchnahme von Leistungen der Medizinischen Rehabilitation, wobei sie u. a. Hinweise auf Anschlussrehabilitation, die Rehabilitation nach Krebserkrankungen oder die Rehabilitation für Kinder und Jugendliche gibt.

Wo finden Eltern Rat und Hilfe?

Wenn Sie als Eltern eines Kindes mit Sprach-, Sprech- Stimm- oder Schluckstörungen Hilfe zur Antragstellung suchen, Fragen zur Finanzierung oder zum Versicherungsschutz haben, können Sie sich direkt an die Deutsche Rentenversicherung wenden. Sie hat  bundesweit Servicestellen für Rehabilitation eingerichtet, die auf der Webseite der Rentenversicherung zu finden sind. Des Weiteren hat die Arbeitsgemeinschaft Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen - Bundesrepublik e.V. Informationen dazu auf ihrer Webseite eingestellt. Im Handbuch Reha- und Vorsorgeeinrichtungen finden Sie bundesweit Adressen von Reha-Kliniken.

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fachinformationen zur Rehabilitation suchen, können Ihnen u. U. folgende Internetportale weiterhelfen:

  • Deutsche Gesellschaft für Neurorehabilitation: Suchen Sie Leitlinien, dann finden Sie hier zahlreiche Ausarbeitungen wie z. B. zur Neurologischen Frühhabilitation oder Standards ambulanter/teilstationärer Versorgung.
  • Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN): Die Fachgesellschaft hat u.a. eine Behandlungsleitlinie "Multiprofessionelle neurologische Rehabilitation" (2008) erstellt, deren Volltext im Internet auf den Seiten der Arbeitsgemeinschaft der medizinischen wissenschaftlichen Fachgesellschaften eingestellt ist.
  • Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Hier sind Hinweise zur Qualität in der Rehabilitation, d.h. Qualitätsmanagement und Zertifizierung, Effektivität und Effizienz und ICF,  zu finden.
  • Gesetzliche Krankenversicherungen: Die Krankenkassen führen unterschiedliche Projekte zur Qualitätssicherung in der Rehabilitation durch, z.B. QS Geriatrische Rehabilitation oder QS Kinder-Jugend Reha.

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