Sie befinden sich hier: Startseite > der dbl > Qualitätsmanagement > Qualitätssicherung in der Ausbildung > dbl-Gütesiegel Schulen 

dbl-Gütesiegel Schulen

Qualitätssicherungsverfahren des Instituts für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf im Auftrag des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie

Darstellung des dbl-Schulsiegels
Das dbl-Schulsiegel

Der Qualitätsbegriff hat in den vergangenen Jahren in der Therapeuten-Ausbildung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Hintergrund für diese Entwicklung ist das wachsende Verständnis für Ausbildungsqualität als zentrale Variable einer optimalen Patientenversorgung: Diese kann nur von Therapeuten geleistet werden, die von qualifizierten Lehrenden unter angemessenen Rahmenbedingungen verantwortungsvoll ausgebildet wurden. Steigende Tätigkeitsanforderungen an Therapeuten, die mit den gegenwärtigen Umstrukturierungen und Neuorientierungen im Gesundheitswesen einhergehen, verleihen der Forderung nach hochwertiger Ausbildungsqualität zusätzliches Gewicht.

Qualität sichtbar zu machen heißt, Qualität zu messen und zu vergleichen

Für den Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl) zählt es zu den Grundsätzen seines Selbstverständnisses, sich für einen hohen Qualitätsstandard der logopädischen Ausbildung einzusetzen. Deswegen hat der dbl ein spezifisch auf die Logopädie-Schulen ausgerichtetes Qualitätssicherungsverfahren initiiert. Für die Verfahrensentwicklung und die konkrete Umsetzung ist das Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (Direktor: Prof. Dr. Dr. Martin Härter) zuständig. Mit Abschluss der Entwicklung des Verfahrens im Sommer 2008 folgte die Erprobung in einer Pilotphase bis zum Oktober 2009; seit November 2009 erfolgt die Umsetzung in die Routine.

Das Qualitätsverfahren, dessen Zertifikat für drei Jahre Gültigkeit hat,  ist mit dem  Ziel verbunden, das heterogene Feld der Logopädie-Ausbildung transparenter zu machen und Verbesserungspotenziale für die beteiligten Schulen aufzuzeigen. Denn:

  • es belegt, dass die Schule qualitätsgesichert arbeitet, was für zukünftige Schüler ein wichtiges Argument für die Schulauswahl sein kann,
  • in einem wachsenden Ausbildungsmarkt kann gegenüber Kooperationspartnern und Kostenträgern ein externer, unabhängiger Qualitätsnachweis erbracht werden,
  • es weist die Schulen durch individuelle "Qualitätsprofile" auf Stärken, Verbesserungsmöglichkeiten und künftigen Handlungsbedarf hin und gibt so Anregungen für Schulinterne Qualitätsentwicklungen,
  • Schulen, deren Ausbildungsqualität de Qualitätsstandards entspricht, können ihre Teilnahme am Verfahren und ihr Ergebnis auf der dbl-Website veröffentlichen.

Das Qualitätsverfahren steht allen Ausbildungsstätten für Logopädie offen.
In der Zeit von 2009 bis 2011 durchliefen von insgesamt 47 Schulen 36 Schulen das Qualitätsverfahren erfolgreich. 2011 wurde das Verfahren vor dem Hintergrund der Rezertifizierung daten- und expertenbasiert überarbeitet. Dieses überarbeitete Verfahren wird den Schulen sowohl zur Rezertifizierung als auch zur Erstzertifizierung angeboten. Nach Abschluss des Verfahrens im September 2014 sind derzeit insgesamt 35 Schulen Träger des dbl-Schulsiegels.

Die Anmeldung für das Zertifizierungsverfahren zum Erwerb des Gütesiegels 2015 – 2018 wird in der Zeit vom 01. bis zum 30. November 2014  beim Institut für Medizinische Psychologie des Universitätsklinikums in Hamburg-Eppendorf (UKE) möglich sein. Die Betreuung des Qualifizierungsverfahrens erfolgt von dort aus, namentlich durch Herrn Ivo Engert.

Die aktuellen Informations- und Anmeldeformulare werden ab der 44. Kalenderwoche zum Download bereit stehen.