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Übersicht und Zulassungsvoraussetzungen

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur Ausbildung an Berufsfachschulen:

Bundesgesetzliche Regelungen: Definition

Die Ausbildung zur LogopädIn wird bundesgesetzlich über das Gesetz über den Beruf des Logopäden (LogopG) und Ausbildungs- und Prüfungsordnung (LogAPrO) geregelt. Sie erfolgte bis zur Einführung der Modellklausel (2009) allein an staatlich anerkannten Schulen. Mit erfolgreichem Abschluss der Ausbildung wird gemäß § 1 LogopG die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung „Logopäde“ zu führen. Damit einher geht der Anspruch, gemäß § 124 des  fünften  Sozialgesetzbuches (SGB V) als Heilmittelerbringer zugelassen werden zu können, da die Logopädie als Heilmittel anerkannt ist.

Dauer der Ausbildung und Inhalte

Bei der schulischen Ausbildung handelt es sich um eine dreijährige Vollzeitausbildung. Sie umfasst eine Mindeststundenzahl von 3840 Stunden, die sich in  theoretischen und praktischen Unterricht (1740 Stunden) und die praktischen Ausbildung (2100 Stunden) unterteilt. Die Inhalte des theoretischen und praktischen Unterrichtes beinhalten medizinische, logopädische, sprachpathologische sowie sozial- und sprachwissenschaftliche Bereiche. Die praktische Ausbildung setzt sich aus der Durchführung eigener Therapien unter Supervision, Hospitationen sowie externer Praktika in logopädischen Praxen, Rehabilitationseinrichtungen oder Kliniken zusammen. Darüber hinaus gehören Hospitationen in verschiedenen Einrichtungen und interdisziplinär ausgerichtete Ausbildungsanteile dazu. Den Berufsabschluss bildet die staatliche Prüfung, die aus einem schriftlichen, einem praktischen und einem mündlichen Teil besteht.

Zulassungsvoraussetzungen und Bewerbung

Die gesetzliche Zugangsvoraussetzung zur Ausbildung bildet ein Realschulabschluss, eine andere gleichwertige Ausbildung oder eine nach Hauptschulabschluss abgeschlossene mindestens zweijähriger Berufsausbildung. Die Statistik aber zeigt, dass die Mehrzahl der LogopädInnen über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt.

Die Bewerbung ist jeweils an die einzelnen Berufsfachschulen zu senden. Jede Schule hat ihren eigenen Bewerbungszeitraum, individuell geforderte Bewerbungsunterlagen und in der Regel eine gesonderte Aufnahmeprüfung. Ein logopädisches und/oder sozialpädagogisches/klinisches Praktikum vor der Bewerbung ist anzuraten. Genaue Angaben zur Bewerbung finden sich auf den jeweiligen Homepages der Schulen.

Anmerkung: Ausbildungskosten

Für die Ausbildung zur LogopädIn wird keine Ausbildungsvergütung gezahlt. Schulen unter staatlicher Trägerschaft sind häufig kostenfrei, zum Teil müssen monatlich anteilige Kostenbeiträge gezahlt werden Schulen privater Träger erheben ein monatliches Schulgeld. Zusätzlich anfallende Kosten für die Ausbildung können Anmelde- und Prüfungsgebühren sowie Lernmittelkosten (z. B. Fachliteratur und Arbeitsmaterialien) sein.